»Anfängerfehler« CDU-Gesundheitsexpertin kritisiert Terminvergabe für Corona-Impfungen

Wie man in Deutschland einen Termin für die Corona-Impfung bekommt, ist je nach Bundesland verschieden – und nach Sicht der Bundestagsabgeordneten Karin Maag schlecht geregelt. Die CDU-Politikerin machte erste Erfahrungen.
Eine Frau in Niedersachsen erhält die Corona-Impfungen mit dem Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer

Eine Frau in Niedersachsen erhält die Corona-Impfungen mit dem Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer 

Foto: Mohssen Assanimoghaddam / dpa

Seit dem Wochenende wird in Deutschland geimpft. Aber wie Bürger ihren Termin bekommen, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich – und läuft nach Sicht der CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Maag zum Teil chaotisch. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag kritisiert die Terminvergabe für die Corona-Impfungen als unstrukturiert.

»Es kann nicht sein, dass man eine Impfkampagne startet und dann keine Termine bekommen kann«, sagte die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete der »Augsburger Allgemeinen«. Sie habe vergeblich versucht, für ihre 85-jährige Mutter einen Impftermin über den bundesweiten Patientenservice unter der Telefonnummer 116117 zu reservieren. Sie sei auf die gleichnamige Handyapp verwiesen worden. Doch bei der App sei die Terminvergabe noch nicht freigeschaltet. »Das sind Anfängerfehler. Das ärgert mich.«

Das Bundesgesundheitsministerium erklärte nach Angaben der Zeitung, dass die Länder für Impfungen und Terminvergabe zuständig seien. »Das ist Ländersache«, wird eine Sprecherin zitiert. Die Bundesländer können ihren Worten zufolge das Terminsystem hinter der Patientennummer nutzen, müssten das aber nicht. Manche Länder wollten die Terminvergabe unter 116117 auf eigene Hotlines weiterleiten.

Mit den Corona-Impfungen sollen zunächst pflegebedürftige Menschen und über 80-Jährige vor schweren Verläufen einer Infektion geschützt werden. Sie werden von mobilen Impfteams in Alten- und Pflegeheimen besucht. Andere können einen Termin in einem der 400 regionalen Impfzentren erhalten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden seit dem Wochenende bereits mehr als 18.000 Menschen geimpft.

mrc/dpa
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