Kampf gegen das Coronavirus Lauterbach hofft auf »letztes großes Gefecht« im Winter

Karl Lauterbach galt stets als einer der größten Mahner in der Coronapandemie. Jetzt gibt sich der Gesundheitsminister optimistisch – auch wenn er von schnellen Lockerungen nichts wissen will.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach Anfang Dezember in Berlin

Gesundheitsminister Karl Lauterbach Anfang Dezember in Berlin

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) blickt zuversichtlich auf die Entwicklung der Coronapandemie in den nächsten Monaten. »Der kommende Winter ist hoffentlich das letzte große Gefecht mit dem Coronavirus«, sagte der Politiker dem »Süddeutsche Zeitung Magazin« . Das Virus habe sich »in eine Sackgasse hinein mutiert«, erklärte der Minister.

An seiner vorsichtigen Linie will Lauterbach festhalten, Entwarnung gibt er nicht: »Für Leichtsinn fehlt der Anlass. Für weitere Lockerungen ist es zu früh«, sagte er.

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Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er, zum jetzigen Zeitpunkt auf Maske oder Isolation zu verzichten, zeige »zu wenig Rücksicht für all die Menschen, die im Falle einer Infektion schwer erkranken würden«.

Bundeskanzler spricht von »viel entspannterer Situation«

Ähnlich wie Lauterbach gibt sich auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit Blick auf die nächsten Monate optimistisch. »Es ist eine viel entspanntere Situation als vorher«, sagte Scholz nach der Bund-Länder-Konferenz am Donnerstag. Zwar sei die Coronapandemie noch nicht vorbei. Auch mit anderen Atemwegserkrankungen gebe es derzeit große Probleme.

Anders als in den Vorjahren gebe es in Deutschland nun aber eine »sehr umfassend geimpfte Bevölkerung«, so der Kanzler. Daher könne das Land »sehr gut« in diesen Winter hineingehen. Konkrete Beschlüsse zur Pandemie-Politik fasste die Bund-Länder-Spitzenrunde diesmal nicht.

tfb/AFP
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