»Das wird nicht mehr kommen« Lauterbach verspricht Kindern, Verbot von Corona-Schulschließungen bleibt

Die Schulen sollen im Herbst und Winter offen bleiben – das hat Gesundheitsminister Lauterbach vor Schulkindern erneut beteuert. Auch über Angriffe von »Querdenkern« wurde der SPD-Politiker befragt.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) beim Tischtennisturnier mit den Schülerinnen und Schülern

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) beim Tischtennisturnier mit den Schülerinnen und Schülern

Foto: Claudius Pflug / dpa

Dass die Bundesregierung erneute Schulschließungen auch bei einer möglichen neuen Coronawelle vermeiden will, hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bereits mehrfach betont. Nun allerdings wiegt sein Wort noch mal schwerer: Lauterbach hat Kindern das Versprechen gegeben, dass es im Herbst und Winter keine coronabedingten Schulschließungen mehr geben werde.

»Das wird nicht mehr kommen, darunter haben viele Kinder gelitten«, sagte Lauterbach in der am Donnerstagabend ausgestrahlten Sat.1-Sendung »Kannste regieren?«. Das brauche man auch nicht mehr, da der Impfschutz viel besser sei und es verbesserte Behandlungsmöglichkeiten gebe.

»Wo mich das aber belastet, ist, wenn das meine Familie betrifft«

Für die Sendung hatte Lauterbach 17 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland in einem Klassenraum in Berlin getroffen. Schülerin Lara fragte dabei etwa, ob eine für Januar geplante Ski-Freizeit stattfinden könne. Die Antwort des Ministers: »Ich glaube, das wird funktionieren. Ich gehe davon aus, dass wir die Fallzahlen so gut in den Griff bekommen, dass wir diese Reisen durchführen können.« Er könne sich aber vorstellen, dass für einen großen Teil der Freizeit Maske getragen werden müsse.

Die Kinder im Alter von 8 und 14 Jahren befragten Lauterbach auch mehrmals zu Drohungen gegen ihn aus der »Querdenker«-Szene. »Das ist ein Preis meiner Arbeit«, sagte er. Im Alltag denke er darüber nicht nach. Es gebe Menschen mit schlimmeren Schicksalen. »Wo mich das aber belastet, ist, wenn das meine Familie betrifft«, sagte er.

Neben Corona ging es bei dem Gespräch zum Beispiel um die Bezahlung von Pflegekräften oder Lauterbachs Motivation, Politik zu machen. Bei einem Spiel musste der Minister zudem verraten, welche Politiker eher seine Freunde sind – und welche eher nicht. Zum Abschluss spielte Lauterbach mit den Kindern eine Runde Tischtennis.

Das Erklärformat ist die Fortsetzung des Polit-Docutainments »Kannste Kanzleramt?«. Dabei hatte sich im letztjährigen Bundestagswahlkampf neben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Baerbock auch der damalige Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, den Fragen der Kinder gestellt. Die neue Sendung wurde im August aufgezeichnet.

mrc/dpa
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