Coronapandemie Kreta und Korsika ab Sonntag keine Hochrisikogebiete mehr

Griechenland ist künftig nicht mehr auf der Liste der Hochrisikogebiete, auch Teile Frankreichs und sieben andere Länder werden gestrichen. Doch vier Länder, davon zwei in Europa, kommen wieder auf die Liste.
Reisende am Flughafen von Heraklion auf Kreta

Reisende am Flughafen von Heraklion auf Kreta

Foto: Eurokinissi / imago images/ZUMA Wire

Die Bundesregierung streicht die bei Urlaubern beliebten Inseln Kreta und Korsika ab Sonntag von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Griechenland verschwindet damit komplett von der Liste der Hochrisikogebiete. In Frankreich bleiben nun nur noch die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur und einige Überseegebiete wie Guadeloupe und Martinique auf der Liste, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte .

Sieben weitere Länder wurden komplett von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen: Argentinien, Bolivien, Ecuador, Namibia, Oman, Paraguay und Peru.

Allerdings wurden auch Regionen neu als Hochrisikogebiete eingestuft: Die drei Länder Bosnien und Herzegowina, das karibische Grenada und Nicaragua sowie die beiden Provinzen Oslo und Viken in Norwegen.

Für die Einstufung sind – anders als früher – nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Coronalage.

Einschränkungen für Rückkehrende

Die Änderungen treten in der Nacht zu Sonntag in Kraft – ab dann müssen Reiserückkehrer mit Einschränkungen rechnen. Denn vor Reisen in Hochrisikogebiete warnt das Auswärtige Amt: Erwachsene, die aus Hochrisikogebieten nach Deutschland einreisen, müssen für zehn Tage in Quarantäne (fünf Tage für Kinder unter zwölf Jahren), wenn sie keinen Impf- oder Genesenennachweis haben. Sie können sich nach fünf Tagen freitesten lassen. Für Geimpfte entfällt die Quarantäne komplett.

Für die Rückkehrenden spielt keine Rolle, ob sie per Flugzeug, Schiff, Bahn, Bus oder etwa Auto einreisen. Wer aus einem Virusvariantengebiet kommt, muss 14 Tage in Quarantäne und kann diese nicht verkürzen. Allerdings gelten derzeit keine Länder als Virusvariantengebiete.

Derzeit stehen 76 Länder auf der Liste der Hochrisikogebiete, darunter die USA und Großbritannien, Ägypten, die Türkei und Zypern. Die Einstufung der Risikogebiete erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium.

mrc/dpa
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