Zum ersten Mal in ihrer Amtszeit Angela Merkel wendet sich in TV-Ansprache an die Nation

Angela Merkel wird wegen der Coronakrise eine TV-Ansprache halten. Die Rede der Kanzlerin soll am Abend ausgestrahlt werden.
Angela Merkel hat sich in ihrer Amtszeit außer zur traditionellen Neujahrsansprache noch nie in einer Fernsehansprache an die Menschen gewandt

Angela Merkel hat sich in ihrer Amtszeit außer zur traditionellen Neujahrsansprache noch nie in einer Fernsehansprache an die Menschen gewandt

Foto: POOL/ REUTERS

Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen: Zum ersten Mal in ihrer Amtzeit wird sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer abendlichen Fernsehansprache an die Menschen in Deutschland wenden, aus Anlass der Corona-Krise. Die aufgezeichnete Ansprache wird im ZDF nach der "heute"-Sendung gegen 19.20 Uhr und in der ARD nach der "Tagesschau" gegen 20.15 Uhr ausgestrahlt. Die "Süddeutsche Zeitung " hatte zuerst darüber berichtet.

Unklar ist, was genau die Kanzlerin sagen wird. Ein Regierungssprecher in Berlin teilte mit, es gehe nicht um die Verkündung neuer Maßnahmen, sondern um einen Aufruf zur Beteiligung an den bestehenden Schutzmaßnahmen. Dass sich daran angesichts der dynamischen Corona-Lage noch etwas ändert, ist allerdings nicht ausgeschlossen. Konkretes über den Inhalt der Rede ist derzeit nicht bekannt.

Seit Tagen weisen Bund und Länder immer größere Einschränkungen des öffentlichen Lebens an, damit sich das Coronavirus möglichst nicht sehr schnell verbreitet und das Gesundheitswesen nicht überlastet wird. Dazu gibt es auch Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen.

Abgesehen von ihrer traditionellen Neujahrsansprache hat sich die Kanzlerin noch nie in einer Fernsehansprache zu einer außergewöhnlichen politischen Lage geäußert.

Am Montag hatte sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache an die Nation gerichtet. Er hatte darin eine Ausgangssperre für das ganze Land verkündet. Zuletzt hatte Belgien ähnliche Maßnahmen ergriffen. Dort gilt von Mittwochnachmittag an eine fast dreiwöchige strenge Ausgangssperre.

mgb/asc/dpa/AFP
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