Nach AstraZeneca-Stopp Impfgipfel wird verschoben

Am Mittwoch wollten Bund und Länder über die weitere Impfstrategie beraten. Nach dem Impfstopp mit AstraZeneca wird der Gipfel nun vertagt – und die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde abgewartet.
AstraZeneca: Deutschland und mehrere andere Länder haben Corona-Impfungen mit dem Präparat vorerst ausgesetzt

AstraZeneca: Deutschland und mehrere andere Länder haben Corona-Impfungen mit dem Präparat vorerst ausgesetzt

Foto: YVES HERMAN / REUTERS

Der für Mittwochabend geplante Impfgipfel von Bund und Ländern wird nach der Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Präparat von AstraZeneca verschoben. Das teilte ein Regierungssprecher mit. Die Telefonkonferenz zum Thema der Impfkampagne und der Einbeziehung der Hausärzte werde verschoben, bis eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde zum AstraZeneca-Impfstoff vorliege.

Die Nachrichtenagentur dpa hatte bereits am Montagabend aus mit den Vorgängen befassten Kreisen erfahren, dass die Telefonkonferenz voraussichtlich verschoben wird.

Am Montagnachmittag hatte das Bundesgesundheitsministerium überraschend mitgeteilt, dass auch in Deutschland die Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca vorerst ausgesetzt werden. Vorausgegangen waren Meldungen von Blutgerinnseln im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung mit dem Präparat. Den Angaben zufolge handelt es sich um einen vorsorglichen Schritt, dem eine entsprechende Empfehlung des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vorangegangen sei.

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Bei dem Impfgipfel am Mittwoch wollten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder eigentlich über das weitere Vorgehen in der Impfstrategie beraten. Konkret sollte es dabei auch um die Frage gehen, wie die Hausärzte in Deutschland flächendeckend in den Impfabläufen berücksichtigt werden könnten. In den Praxen sollte dabei insbesondere der Impfstoff von AstraZeneca zum Einsatz kommen, da dieser dort auch gelagert werden kann.

asc/dpa
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