Nach Bayerns Test-Pannen Gesundheitsministerin Huml räumt Fehler ein - tritt aber nicht zurück

Nach der Corona-Test-Panne in Bayern hat Gesundheitsministerin Huml sich zu neuen Vorwürfen geäußert. Sie wolle Verantwortung übernehmen - doch das heiße auch, zu Fehlern zu stehen.
Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU)

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU)

Foto: Peter Kneffel / dpa

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat bei einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im bayerischen Landtag auf weitere Vorwürfe zur Corona-Testpanne in Bayern reagiert.

Die "Süddeutsche Zeitung"  hatte zuvor berichtet, dass Huml früher als bisher bekannt über die Pannen bei Corona-Tests für Reiserückkehrer informiert gewesen sein soll. Demnach sei bereits am Montag, dem 10. August, eine entsprechende E-Mail aus dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit an Humls Büro und weitere Adressaten im Ministerium gegangen. Huml hatte bei einer Pressekonferenz zwei Tage später gesagt, sie habe erst am Morgen vom Ausmaß der Probleme erfahren.

Huml bestätigte nun, dass sie bereits am Montag, dem 10. August, eine E-Mail vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erhalten habe. Darin wurde sie darüber informiert, dass es bei der Bearbeitung der Testergebnisse zu einem Rückstau komme. Es sei ihr aber eine Lösungsmöglichkeit angeboten worden. Sie habe gehofft, dass diese Lösung bereits am Dienstag funktionieren könne. Erst am Mittwochmorgen habe sie erfahren, dass besagte Lösung nicht funktioniere. Daraufhin habe sie die Öffentlichkeit informiert.

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Huml will dazustehen, wenn mal etwas schiefläuft

Im Gesundheitsausschuss bat Humel die Betroffenen der Testpanne erneut um Entschuldigung. 44.000 Reiserückkehrer waren nach Tests an bayerischen Autobahnen nicht über die Ergebnisse informiert worden. Darunter waren auch 900 nachweislich positiv getestete Personen.

Die Nutzung privater Dienstleister habe dazu geführt, dass schnell eine große Zahl der Reiserückkehrer getestet werden können.

Huml betonte, die bayerische Landesregierung habe die umfangreichste Corona-Teststrategie in Deutschland auf den Weg gebracht. Es sei auch der Initiative von Bayern zu verdanken, dass die deutschlandweite Testpflicht für Reiserückkehrer eingeführt worden sei.

Es seien Fehler passiert, für die sie bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. Doch Verantwortung zu übernehmen, heiße auch, dazuzustehen, wenn einmal etwas schieflaufe.

mfh
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