Coronapolitik Anspruch auf PCR-Test bleibt bestehen

Doch keine Änderung bei der Teststrategie: Wer einen positiven Schnelltest hat, kann auch künftig hinterher einen PCR-Test machen. Laut Gesundheitsminister Lauterbach reichen die Laborkapazitäten dafür aus.
PCR-Tests im Labor (Symbolfoto)

PCR-Tests im Labor (Symbolfoto)

Foto: ALEX HALADA / AFP

Bürger haben nach einem positiven Corona-Schnelltest auch weiterhin einen Anspruch auf PCR-Nachtestung. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sprach in Berlin von einer »Veränderung der Position«. Seinen Angaben zufolge würde die vorhandene Kapazität bei PCR-Tests auch ausreichen, wenn eine tägliche Zahl von bis zu 450.000 Corona-Neuinfektionen erreicht würde. »Und ich glaube, dass wir das nicht erreichen werden.«

Man werde für jeden weiterhin einen PCR-Test als Bestätigung anbieten können. Mit den Inzidenzen, die man jetzt habe und noch erwarte, könne man das durchhalten, sagte Lauterbach. In einem Entwurf für eine Änderung der Testverordnung, der vor wenigen Tagen bekannt wurde, war noch geplant, den Anspruch auf Nachtestung nach positivem Selbst- oder Schnelltest an einer Teststation zunächst auszusetzen. Hintergrund für die Änderung waren Meldungen über knapper werdende PCR-Testkapazitäten.

Es bleibt aber nach Lauterbachs Angaben dabei, dass Labore künftig vorrangig Proben von Risikogruppen, Beschäftigten in Kliniken, Praxen, in der Pflege und in Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung untersuchen sollen. Andere Proben rücken damit nach hinten, sodass es mit den Ergebnissen möglicherweise länger dauern könnte. Die Änderung der Testverordnung ist laut dem Gesundheitsminister noch in dieser Woche geplant.

kfr/dpa
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