Coronakrise Italien, Kanada, Malta und San Marino werden ab Januar zu Hochrisikogebieten

Die Einstufungen gelten ab Samstag um Mitternacht: Italien, Kanada, Malta und San Marino sind Hochrisikogebiete. Ungeimpfte müssen nach Einreise zehn Tage in Quarantäne, Geimpfte und Genesene sich digital registrieren.
Besucherschlange vor dem Vatikan (am 27. Dezember)

Besucherschlange vor dem Vatikan (am 27. Dezember)

Foto: Fabio Frustaci / EPA-EFE

Die Bundesregierung stuft wegen hoher Corona-Infektionszahlen nun auch Italien, Kanada, Malta und San Marino als Hochrisikogebiete ein. Mauritius fällt dagegen nicht mehr in diese Kategorie, wie aus der Auflistung des Robert Koch-Instituts  hervorgeht.

Die neuen Einstufungen gelten ab Samstag um Mitternacht. Ungeimpfte, die aus Hochrisikogebieten nach Deutschland einreisen, müssen zehn Tage in Quarantäne, können sich jedoch nach fünf Tagen freitesten. Kinder unter zwölf Jahren müssen fünf Tage in Quarantäne. Geimpfte und Genesene müssen ihre Einreise digital anmelden.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts verbunden. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Die Infektionszahlen sind aber nicht das einzige Kriterium; auch das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder fehlende Daten über die Coronalage fließen in die Bewertung mit ein.

Für Virusvariantengebiete gelten deutlich schärfere Einreisebeschränkungen als für Hochrisikogebiete. Fluggesellschaften dürfen aus diesen Ländern im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen nach Deutschland befördern. Es handelt sich aber nicht um ein Flugverbot. Die Regel gilt auch für den Bahn- oder Schiffsverkehr. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht – auch für Geimpfte und Genesene. Sie kann nicht durch negative Tests verkürzt werden.

Ab dem kommenden Dienstag will die Bundesregierung die wegen der starken Ausbreitung der Omikron-Variante verhängten Einreisebeschränkungen für Großbritannien, Südafrika, Namibia und sechs weitere afrikanische Staaten wieder lockern. Die neun Länder sollen dann vom Virusvariantengebiet zum Hochrisikogebiet zurückgestuft werden.

Das RKI weist aber darauf hin, dass kurzfristige Änderungen möglich sind. Neben Großbritannien, Südafrika und Namibia sind derzeit noch Botswana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik und Simbabwe Virusvariantengebiete.

höh/dpa/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.