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Corona-Warn-App "April wäre ein besserer Zeitpunkt gewesen"

Die Corona-Warn-App kommt später als angekündigt. Warum hat die Bundesregierung so lang gebraucht? Und was, wenn jetzt kaum einer mehr mitmacht? SPIEGEL-Redakteur Marcel Rosenbach antwortet im Podcast.
Ein Podcast von Matthias Kirsch

Oft kommt es nicht vor, dass gleich fünf Ministerinnen oder Minister gemeinsam zu einer offiziellen Pressekonferenz der Regierung erscheinen. Als das Presseamt der Bundesregierung also ankündigte, dass neben Gesundheitsminister Jens Spahn auch noch Horst Seehofer, Christine Lambrecht, Helge Braun und Dorothee Bär bei der Vorstellung der Corona-Warn-App anwesend seien, da wusste man: Hier passiert etwas Wichtiges.

Jetzt ist die Warn-App zur Bekämpfung der Corona-Pandemie also da. Endlich, muss man fast sagen. Schließlich wird praktisch seit dem Ausbruch der Pandemie in Deutschland an einem digitalen Hilfsmittel gearbeitet. Doch was bringt die App jetzt noch, wo die Bundesländer seit Wochen schon Lockerungen durchsetzen und das Coronavirus langsam in die Hinterköpfe der Menschen wandert?

Darum geht es in der neuen Folge des SPIEGEL-Politik-Podcasts "Stimmenfang".

SPIEGEL-Redakteur Marcel Rosenbach erklärt darin, warum es überhaupt so lange gedauert hat, bis die App fertig wurde. Und er sagt: "Jetzt ist sicherlich die Notwendigkeit, diese App zu installieren, nicht auf dem Höhepunkt. Da wäre im April ein besserer Zeitpunkt gewesen." Alle repräsentativen Umfragen hätten in den vergangenen Wochen gezeigt, dass die Bereitschaft in der Bevölkerung, die App zu nutzen, abnehme.

Die App sei aber auch ein Beweis dafür, wie abhängig die Bundesregierung - genau wie auch die Regierungen anderer Länder mit Corona-Apps - von den US-Tech-Giganten Apple und Google geworden seien. "Selbst die Pandemiebekämpfung, eine im Kern doch hoheitliche Staatsaufgabe, war hier offensichtlich nicht durchsetzbar."

Dabei würden die Technologieunternehmen ihren Einfluss nicht nur bei der Konzeption der Apps durchsetzen, indem sie die Spielregeln festlegen. "Die Konzerne können den Erfolg der App allein schon mit der Positionierung in ihren App-Stores entscheidend beeinflussen", sagt Marcel Rosenbach.

Der ganze Podcast zum Lesen

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