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Kampf gegen Corona-Pandemie Bundespolizei schützt Impfstoff-Transporte – Bundeswehr beschafft Material

Bewaffnete Kräfte der Bundespolizei werden den Transport von Corona-Impfstoff in deutsche Zentrallager absichern. Die Bundeswehr soll gigantische Mengen Material für Impfzentren besorgen.
aus DER SPIEGEL 52/2020
Einsatzfahrzeuge der Bundespolizei bei einer »Querdenken«-Demonstration (Archivfoto)

Einsatzfahrzeuge der Bundespolizei bei einer »Querdenken«-Demonstration (Archivfoto)

Foto: Robert Michael / dpa

Die Bundespolizei wird mit bewaffneten Begleitkommandos den Corona-Impfstoff in die Zentrallager der Länder eskortieren. Ab dort übernehmen die Länder die Bewachung des Serums. Das ist nach SPIEGEL-Informationen das Ergebnis einer noch informellen Absprache zwischen Bund und Ländern.

Da der Impfstoff zunächst aus dem Ausland kommt, wird die Bundespolizei ihn erst ab der deutschen Grenze bewachen. Ob sie künftig ihre Begleitmannschaften auch ins Ausland schicken darf, ist noch offen.

Bundeswehr soll halbe Milliarde Einmalhandschuhe für Impfkampagne bestellen

Die Impfkampagne wird nicht nur zur logistischen Mammutaufgabe, sondern auch zu einer Materialschlacht. Das Gesundheitsministerium hat die Bundeswehr gebeten, über das Beschaffungsamt eine halbe Milliarde Einmalhandschuhe, 1,5 Millionen Schutzanzüge und 87.000 Vollgesichtsmasken für Personal in Impfzentren zu bestellen. Außerdem sollen die Einkäufer der Truppe 8700 Schutzbrillen beschaffen. Allein die Lieferung der Einmalhandschuhe dürfte etwa 14.000 Paletten umfassen.

In Deutschland soll mit den Impfungen am 27. Dezember begonnen werden, wenn die Zulassung des Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer in der Europäischen Union (EU) wie erwartet unmittelbar vor Weihnachten erfolgt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Impfen als den »Weg raus aus dieser Pandemie« bezeichnet.

amp/mgb
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