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Wege aus dem Lockdown Wie das Land wieder normal werden soll

Die Wirtschaft fordert Lockerung, Wissenschaftler empfehlen Vorsicht, die Schulen sind überfordert. Schon über die ersten Schritte kam es in der entscheidenden Schalte zwischen Bundesregierung und Länderchefs zu Streit.
aus DER SPIEGEL 17/2020
Passanten auf dem Münchner Platz Am Harras

Passanten auf dem Münchner Platz Am Harras

Foto: THE NEWYORKTIMES / REDUX / LAIF

Von Manfred Dworschak, Silke Fokken, Jan Friedmann, Florian Gathmann, Kristina Gnirke, Annette Großbongardt, Hubert Gude, Simon Hage, Christoph Hickmann, Armin Himmelrath, Valerie Höhne, Martin Knobbe, Armin Mahler, Cornelia Schmergal und Gerald Traufetter

In der Videokonferenz der Kanzlerin mit den Regierungschefs der Länder zu Lockerungen des öffentlichen Shutdowns kam es zwischen den Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen zu einem Disput über Gottesdienste. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet setzte sich dafür ein, Gottesdienste unter Auflagen wieder zu ermöglichen. Andere Ministerpräsidenten hingegen gaben sich skeptisch und verwiesen unter anderem darauf, dass Gottesdienste vor allem von älteren Menschen besucht würden, mithin den besonders Gefährdeten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verwies schließlich darauf, dass man selbst dem Papst zugemutet habe, zu Ostern allein Messe zu feiern. Beim Thema Ladenöffnungen hingegen schlug sich Söder auf Laschets Seite. „Der Armin und ich waren in den vergangenen Tagen nicht so oft einer Meinung, aber da brauchen wir den Kompromiss“, wird Söder von Teilnehmern zitiert.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte:

Angela Merkel neigt nicht zu Pathos, und so ist es wohl als Ausdruck ehrlicher Begeisterung zu verstehen, wenn die Kanzlerin zu ungewohnten Worten der Übertreibung greift. "Vom Geist, von dem ganzen Herangehen haben wir ein hohes Maß an Einheitlichkeit erreicht, was für einen föderalen Staat schon fast an ein Wunder grenzt", sagte sie am Mittwoch nach ihrer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten. In trauter Eintracht saßen neben ihr der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Vizekanzler Olaf Scholz (beide SPD).

Ein Wunder also.

Rund vier Stunden lang hatten die Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin und ihren wichtigsten Ministern über die weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie diskutiert. Am Ende stand tatsächlich ein Papier mit konkreten Beschlüssen.

Nicht so streng wie Frankreich, nicht so großzügig wie Dänemark

Die Kontaktsperren werden bis 3. Mai verlängert, Autohäuser, Fahrradläden und Buchhändler können unter Auflagen öffnen, auch andere Geschäfte mit einer Größe von bis zu 800 Quadratmetern. Die Abschlussklassen dürfen zuerst zurück in die Schulen, Großveranstaltungen werden bis 31. August verboten, das Tragen von einfachen Masken in Bus und Laden wird empfohlen, nicht verordnet.

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