Veränderte Pandemielage Bundesregierung löst Corona-Krisenstab auf

Mit dem Corona-Krisenstab wollte die Ampelkoalition die Bekämpfung der Pandemie besser koordinieren. Nun wird das Gremium nach nicht einmal einem halben Jahr abgewickelt.
Generalmajor der Bundeswehr und Chef des Corona-Kristenstabs: Carsten Breuer

Generalmajor der Bundeswehr und Chef des Corona-Kristenstabs: Carsten Breuer

Foto: Michael Matthey / dpa

Rund fünf Monate nach seiner Einrichtung wird der Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt aufgelöst. Das Gremium sollte bundesweit die Impfungen gegen das Virus koordinieren. Mittlerweile gebe es eine ganz andere Situation bei den Infektionen und Impfungen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann.

Expertenrat soll bleiben

Die Aufgaben des von Generalmajor Carsten Breuer geleiteten Krisenstabs würden nun in den üblichen Arbeitsstrukturen der Bundesregierung bearbeitet. Der Corona-Expertenrat der Regierung hingegen sei gerade dabei, eine Stellungnahme zur Situation in Herbst und Winter zu erarbeiten.

Der Krisenstab war Ende vergangenen Jahres mit mehr als zehn Mitarbeitern gestartet und hatte in der Spitzenzeit etwa 30 Mitglieder. Ihm gehörten Fachleute der zuständigen Ministerien an sowie Experten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Im Koalitionsvertrag hatten sich SPD, Grüne und FDP damals darauf verständigt, dass die künftige Bundesregierung »unverzüglich« einen neuen Krisenstab einrichten werde, »um die gesamtstaatliche Bekämpfung der Coronapandemie besser zu koordinieren«.

Beim ebenfalls von der damals noch neuen Regierung Ende 2021 gegründeten Corona-Expertenrat geht es hingegen um die Beratung der Regierung. Die Zusammensetzung des Rats ist breit gefächert.

svs/dpa