Coronavirus Lauterbach kritisiert Ende der FFP2-Maskenpflicht in Bayern

Die Coronazahlen steigen erneut, aber Bayern lockert die Maskenpflicht. Für Karl Lauterbach ein »großer Fehler«. Der Gesundheitsminister ist sich sicher: Sein Landeskollege im Freistaat wurde überstimmt.
Karl Lauterbach: »Lockern in Welle hinein wirkt unlogisch«

Karl Lauterbach: »Lockern in Welle hinein wirkt unlogisch«

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Florian Gaertner/photothek.de / imago images/photothek

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Abschaffung der FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr in Bayern kritisiert. Das sei angesichts der Corona-Sommerwelle ein klarer Fehler, schrieb Lauterbach am Samstag auf Twitter.

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»Lockern in Welle hinein wirkt unlogisch und diskreditiert den gleichzeitigen Ruf nach mehr Maßnahmen durch den Bund.« Er sei sicher, dass der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) überstimmt worden sei.

Seit diesem Samstag ist in Bayern nur noch eine medizinische Maske in Bussen und Bahnen vorgeschrieben.

»Wir setzen damit stärker auf die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger«, hatte Holetschek zur Begründung gesagt. »In den heißen Sommermonaten, wie wir sie jetzt erleben, und unter den derzeitigen pandemischen Bedingungen halten wir dies für verhältnismäßig.« Das bayerische Kabinett hatte die entsprechende Änderung der Coronaverordnung am Dienstag beschlossen.

In anderen Bundesländern wie Berlin und Hamburg müssen Fahrgäste derzeit noch eine FFP2-Maske in Bussen und Bahnen tragen, andernorts wie in Sachsen reicht eine OP-Maske.

sak/dpa
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