Evakuierung aus Coronavirus-Gebiet
Luftwaffe-Airbus nach Wuhan gestartet
Im chinesischen Corona-Epidemiegebiet warten rund hundert Deutsche auf ihre Heimreise. Jetzt hat der Evakuierungsflug der Bundeswehr vom Flugplatz Köln-Wahn aus nach China abgehoben.
Airbus "Kurt Schumacher" A310 MRT auf dem Rollfeld in Köln-Wahn (Archivbild)
Federico Gambarini/ picture-alliance/ dpa
Ein Flugzeug der Bundeswehr ist in Richtung China gestartet, um rund hundert deutsche Staatsbürger aus der Coronavirus-Provinz Hubei zu evakuieren.
Der Airbus "Kurt Schumacher" (A-310 MRT) der Luftwaffe hob gegen 12 Uhr vom Flughafen Köln-Wahn ab und soll nach etwa zwölf Stunden Flugzeit in Wuhan landen. Der eigentlich schon für Mittwoch geplante Flug hatte sich verzögert, weil die chinesischen Behörden erst die Freigabe für die Landung erteilen mussten.
DER SPIEGEL
Die Rückkehr ist bislang für Samstagmittag geplant. Die Teilnahme an dem Flug ist freiwillig. Mitfliegen könne nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nur, wer symptomfrei sei. Auch Außenminister Heiko Maas (SPD) betonte, unter den Bundesbürgern, die zurückkehren sollen, gebe es "keine Verdachtsfälle". Man werde den Schutz der Bevölkerung in Deutschland gewährleisten.
Maas sagte zudem, es habe Anfragen weiterer Länder gegeben, auch deren Staatsbürger mitauszufliegen. Denen habe man aber absagen müssen, weil in der Bundeswehrmaschine alle Plätze belegt seien, so Maas. Es würden auf dem Hinflug außerdem 10.000 Schutzanzüge mit nach China geflogen, worum die chinesischen Behörden gebeten hätten.
Nach der Rückkehr soll das Flugzeug in Frankfurt am Main landen, dort werden die Passagiere zunächst in einem Medizinzentrum untersucht.
Feldbetten in einer Frankfurt Turnhalle: Hier werden die deutschen Ankömmlinge aus Wuhan zuerst auf mögliche Symptome überprüft, dann geht es zur Quarantäne in Germersheim
Boris Roessler/ dpa
Das diene dazu, "mögliche Kontaktpersonen zu erfassen", sagte René Gottschalk, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, dem Hessischen Rundfunk. Sollte doch einer der Passagiere Krankheitssymptome zeigen, werde er in die Uniklinik in Frankfurt gebracht.
Die Rückkehrer sollen nach dem ersten Check rund 14 Tage lang auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz in Quarantäne bleiben.
Airbus "Kurt Schumacher" A310 MRT auf dem Rollfeld in Köln-Wahn (Archivbild)
Federico Gambarini/ picture-alliance/ dpa
Feldbetten in einer Frankfurt Turnhalle: Hier werden die deutschen Ankömmlinge aus Wuhan zuerst auf mögliche Symptome überprüft, dann geht es zur Quarantäne in Germersheim