Steigende Coronazahlen Sachsen erwägt Ausweitung des 2G-Modells

In Sachsen steigt die Zahl der Coronainfektionen massiv. Deshalb müssen Ungeimpfte mit härteren Maßnahmen rechnen. Über eine neue Verordnung soll schon Dienstag beraten werden.
Tafel vor Restaurant in Sachsen: Zutritt nur für Geimpfte und Genesene

Tafel vor Restaurant in Sachsen: Zutritt nur für Geimpfte und Genesene

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Die Landesregierung in Sachsen prüft angesichts steigender Corona-Infektionszahlen starke Einschnitte zulasten von Ungeimpften. Das Kabinett werde am Dienstag über Eckpunkte einer neuen Schutzverordnung beraten, teilte das Sozialministerium in Dresden mit. Dazu werde auch das Thema 2G (Geimpfte, Genesene) gehören.

Zuerst hatte die »Leipziger Volkszeitung« über die Pläne berichtet . Demnach könnte das 2G-Modell für einen Großteil des öffentlichen Lebens verpflichtend werden. Ungeimpften wäre dann auch bei einem negativen Test künftig nur der Einkauf, der Gang zum Friseur und die Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen möglich, hieß es. In der Regierung werde auch diskutiert, ob auch der Einzelhandel das 2G-Modell anwenden müsse – Waren des täglichen Bedarfs ausgenommen.

Regierungschef Michael Kretschmer hatte sich bereits am Mittwoch in dieser Richtung geäußert: »2G ist jetzt ein zwingendes Muss«, sagte er.

Schon vier Landkreise in Sachsen liegen laut der »Leipziger Volkszeitung« inzwischen über einer Inzidenz von 300, einer bereits bei 458. Auch in den Kliniken werde die Situation angespannter. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) vom Freitag stieg die Sieben-Tage-Inzidenz im ganzen Bundesland auf 253,9 an.

als/dpa

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