Bayern Seehofer macht Aigner zur Nummer zwei

Der Kampf um den Vizeposten in der CSU ist entschieden: Ilse Aigner wird Stellvertreterin von Ministerpräsident Horst Seehofer. Ihr Konkurrent Markus Söder muss sich mit dem Finanz- und Heimatministerium begnügen.

Ministerpräsident Seehofer, Ministerin Aigner: Nummer eins, Nummer zwei
DPA

Ministerpräsident Seehofer, Ministerin Aigner: Nummer eins, Nummer zwei


München - Bayerns neues Kabinett steht, Ministerpräsident Horst Seehofer räumt gleich drei Ministern in seiner neuen Regierung eine herausgehobene Stellung ein. Die oberbayerische CSU-Bezirksvorsitzende Ilse Aigner wird Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin. Markus Söder - ein Hauptkonkurrent von Aigner im Rennen um Seehofers Nachfolger - wird Finanz- und Heimatminister mit Außenstelle in Nürnberg. Dies melden übereinstimmend die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters.

Der bisherige Kultusminister Ludwig Spaenle ist künftig auch für die Wissenschaft zuständig. Damit wird Spaenle allein künftig gut 17 Milliarden Euro verwalten. Das ist mehr als ein Drittel der bayerischen Staatsausgaben und überragt den Etat jedes anderen Ministeriums. Das neue Großressort erhält zudem zwei Staatssekretäre. Ein eigenes Wissenschaftsministerium gibt es somit in Bayern nicht mehr.

Aigner war auf eigenen Wunsch aus der Bundespolitik in Berlin zurück auf die Landesebene nach München gewechselt. Zuvor hatte sie als Landwirtschaftsministerin im Kabinett Merkel gearbeitet.

Die bisherige Sozialministerin Christine Haderthauer wird neue Chefin der Staatskanzlei. Die bisherige Justizministerin Beate Merk dagegen verliert an Einfluss - sie hatte im Fall Gustl Mollath lange eine unglückliche Figur gemacht. Nun wird Merk Europaministerin, seit jeher der am wenigsten bedeutende Ministerposten in der Staatsregierung.

Kabinett wird am Donnerstag vereidigt

Den wohl größten Aufstieg macht der neue Justizminister Winfried Bausback, bisher einfacher Abgeordneter. Das Sozialministerium wird künftig von der bisherigen Europaministerin Emilia Müller geleitet. Der Bereich Gesundheit wird aus dem Umweltministerium ausgegliedert und von Melanie Huml übernommen, die von der Staatssekretärin zur Ministerin befördert wird.

Marcel Huber bleibt Umweltminister, Helmut Brunner Agrarminister und Joachim Herrmann Innenminister. Herrmann war als potentieller Vize-Ministerpräsident gehandelt worden, zog jedoch den Kürzeren gegen Aigner. Das neue Kabinett wird am Donnerstag im Landtag vereidigt.

jok/dpa/Reuters

insgesamt 5 Beiträge
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maliperica 09.10.2013
1. Ehrlich gesagt,
Zitat von sysopDPADer Kampf um den Vize-Posten an der CSU-Spitze ist entschieden: Ilse Aigner wird Stellvertreterin von Ministerpräsident Horst Seehofer. Ihr Konkurrent Markus Söder muss sich mit dem Finanz- und Heimatministerium begnügen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/csu-in-bayern-seehofer-kuert-aigner-zur-vize-landeschefin-a-927008.html
Find´ i´ d´ Lösung einfach prima. Eine Bayerin auf der Spitze hätte Bayern gut getan.
bb1337 10.10.2013
2.
Horst Seehofer, Ilse Aigner, Joachim Herrmann: Diese drei Leute haben Dingen zufolge die man hört soviel Dreck am Stecken, dass es vermutlich die Vorstellungskraft der meisten Leser hier übersteigen würde.
Der Terrier 10.10.2013
3. Warum denn so geheimnisvoll?
Zitat bb1337: "Horst Seehofer, Ilse Aigner, Joachim Herrmann: Diese drei Leute haben Dingen zufolge die man hört soviel Dreck am Stecken, dass es vermutlich die Vorstellungskraft der meisten Leser hier übersteigen würde." Zitatende. Lassen Sie doch andere an Ihrem Wissen teilhaben und nennen Sie die Quellen dieser Informationen. Danke im voraus für die Mühe.
ddobrodt 10.10.2013
4. Markus Söder...
..erhält das eminent wichtige Heimatministerium mit zusätzlichen Standort Nürnberg. Das ist wohl an Deutlichkeit nicht mehr zu überbieten, was das heißt: Markus, du bist raus. Dein Horst.........
ginakatze 22.10.2013
5. Ilse Aigner
diese Frau ist einfach untragbar, wer in Brüssel für die Einführung des Genmais stimmt , wei dagegen sein "nix bracht hätt" anstatt dass sie sich für Gegenstimmen mit den richtigen Argumenten stark gemacht hätte, hat in Bayern in der Politik einfach nichts mehr zu suchen. wenns drauf ankommt ist sie eine Mitläuferin ohne Gesicht. Auch in Bayern kommen die nächsten Wahlen ganz bestimmt.
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