CSU Söder will "vernünftige" Personaldebatte

Im Machtkampf mit CSU-Chef Seehofer bleibt Markus Söder vorerst in der Deckung. Der Parteitag im November solle über das Personal diskutieren, sagt Bayerns Finanzminister im SPIEGEL - und warnt vor einem "Weiter-so".
CSU-Politiker Söder

CSU-Politiker Söder

Foto: Sven Hoppe/ dpa

Bayerns Finanzminister Markus Söder hat seine Partei aufgefordert, die Personaldebatte nach dem für die CSU verheerenden Ausgang bei der Bundestagswahl vernünftig zu führen.

"Die Basis der Partei ist tief geschockt über dieses Ergebnis", sagte Söder in einem SPIEGEL-Interview. Parteichef Horst Seehofer habe gesagt, der Parteitag sei der richtige Ort für Personaldiskussionen. "Wir sollten dem folgen und die Diskussion vernünftig miteinander gestalten." Ein einfaches "Weiter-so" könne es nicht geben. (Lesen Sie hier das vollständige Interview im neuen SPIEGEL.)

Söder warnte davor, dass die AfD "zu einer Art Linkspartei von CDU und CSU" werden könne. "Wir dürfen nicht zulassen, dass wir wie die SPD einen politischen Gegner entstehen lassen, der Stammwähler abzieht und die strukturelle Mehrheitsfähigkeit langfristig schwierig macht", sagte er. "Das wäre für die CSU fatal. Wir müssen eine Situation verhindern, in der wir von FDP und AfD dauerhaft in die Zange genommen werden."

Söder sagte, die CSU müsse in Berlin eine Obergrenze für Flüchtlinge durchsetzen, um ihre Glaubwürdigkeit wiederzuerlangen.

ran