Parteitag in München CSU beschließt Grundsatzprogramm

Die CSU geht mit einem neuen Grundsatzprogramm ins Wahljahr 2017. Es soll das Profil einer konservativen Volkspartei schärfen, die rechts der Mitte Wähler gewinnt.

Horst Seehofer
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Horst Seehofer


Die CSU hat sich erstmals nach knapp zehn Jahren wieder ein neues Grundsatzprogramm gegeben. Das Programm mit dem Titel "Die Ordnung" wurde auf dem Parteitag in München ohne Gegenstimme beschlossen.

Darin erteilt die Partei einer multikulturellen Gesellschaft eine Absage, erklärt die Leitkultur als "gelebten Grundkonsens in unserem Land", richtet sich gegen den politischen Islam und warnt vor einer "Linksfront" aus SPD, Grünen und Linken. Zudem untermauert die CSU ihre Forderung nach einer Obergrenze für die Zuwanderung.

CSU-Chef Horst Seehofer bekräftigte in einem Kurzauftritt am Samstagvormittag die zentrale Aufgabe für seine Partei, als Volkspartei auch alle demokratischen Kräfte rechts der Mitte einzubinden. Die CSU sei keine Klientelpartei, die sich nur um eine bestimmte Gruppe kümmere. "Wir sind eine große politische Familie für alle."

Seehofer hielt sich sehr kurz, nachdem er am Freitag rund eineinhalb Stunden lang geredet hatte.

bim/dpa/AFP

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