"Bayernkurier" CSU-Wochenzeitung wird zum Online-Monatsmagazin

Aus für die Wochenzeitung "Bayernkurier": Die CSU will ihr Parteiblatt umkrempeln und dabei stärker aufs Internet setzen. Gedruckt soll es laut Medienberichten nur noch einmal im Monat erscheinen.

Ausgabe des "Bayernkurier" (Archiv): Tief in den roten Zahlen
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Ausgabe des "Bayernkurier" (Archiv): Tief in den roten Zahlen


München - Die CSU will den "Bayernkurier" als Wochenzeitung einstellen und das hochdefizitäre Parteiblatt umkrempeln: Online soll das Blatt stärker werden, gedruckt allerdings nur noch einmal im Monat erscheinen, berichtet der "Münchner Merkur". Ein Parteisprecher bestätigte die Pläne.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte demnach, die Partei wolle "den 'Bayernkurier' weiterentwickeln und stärken". Das Parteiblatt steht laut dem Bericht jährlich mit über einer Million Euro im Minus, der Parteitag dringe seit Jahren darauf, die Kosten zu senken und den "Bayernkurier" umzustrukturieren.

Als Starttermin peilt Scheuer Mitte 2015 an: "Nächstes Jahr feiern wir 100 Jahre Franz Josef Strauß, 70 Jahre CSU, 65 Jahre Bayernkurier - das ist ein guter Anlass für eine Neuaufstellung", sagte er.

Inhaltlich solle die Parteizeitung laut Scheuer "eine gewisse Spritzigkeit haben", zugleich grundsätzlichere Themen anpacken und die "bürgerlich-konservative Meinung prägen". Im Magazin sollen die Beiträge weit über das Tagesgeschehen hinausgehen, online setze die Redaktion, die laut "Merkur" bleiben soll, auf Aktualität und mehr Service.

Einen Wechsel wird es demnach an der Spitze geben: Der Vertrag des 64 Jahre alten Chefredakteurs Peter Hausmann, der einst Regierungssprecher von Helmut Kohl war, läuft Ende Oktober aus. Ein Nachfolger sei noch nicht benannt.

sun/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
elshi 18.09.2014
1. Vielleicht hat sich da was geändert,
aber vor Jahren stand das Blatt bei den Banken mit Millionensummen, die nicht bedient wurden, in der Kreide. Das könnte man ja mal recherchieren. Dieses Verhalten kann sich ja auch nur eine Tocherfirma der CSU erlauben.
Immanuel_Goldstein 18.09.2014
2.
Entschuldigung, aber wen interessiert der "Bayernkurier"? Der wird ja nicht einmal von allen CSU-Mitgliedern gelesen und sonst von niemandem. Die Postille kann man auch getrost einstellen, anstatt sie mit Steuergeldern irgendwie am Leben zu erhalten. Ein Medium, das sich nicht durch seine Leser am Leben erhalten kann, hat seinen Sinn verfehlt.
global player 18.09.2014
3.
"Nächstes Jahr feiern wir 100 Jahre Franz Josef Strauß ... das ist ein guter Anlass für eine Neuaufstellung" Da hat Franz Josef Strauß in Bayern wohl schon fast die Stelle von Jesus eingenommen. Werden dann demnächst auch die Kalenderjahre nach ihm gezählt, also nicht 2014 sondern 99 n. FSJ ?
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