Kritik an Personalpolitik CSU plant Kommission zur Frauenförderung

Die CSU soll weiblicher werden. Das fordern zumindest führende Politikerinnen der Partei. Sie wollen nun erst einmal eine Arbeitsgruppe einsetzen.
Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf

Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf

Foto: Sebastian Widmann / Bongarts / Getty Images

Die CSU-Besetzungsliste für das Bundeskabinett ist auf Kritik gestoßen, auch in den eigenen Reihen: Parteichef Horst Seehofer nominierte keine Ministerin und verhinderte so, dass künftig ebenso viele Frauen wie Männer im neuen Kabinett sitzen.

Nun gibt es Forderungen aus der Partei, Funktionärinnen mehr Einfluss zu verschaffen. "Unser Ziel muss ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen innerhalb der CSU im Bund sowie in Bayern sein", sagte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf der "Augsburger Allgemeinen".

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Die stellvertretende Parteichefin Angelika Niebler sagte der Zeitung, die CSU werde eine eigene Kommission einsetzen, die sich gezielt mit der Frage beschäftigen solle, wie die Partei mehr Frauen in Abgeordnetenmandate bringen könne. Zuvor hatte die designierte Staatsministerin für Digitales im Kanzleramt, CSU-Vize Dorothee Bär, in ihrer Partei einen Nachholbedarf bei der Frauenförderung eingeräumt.

Die drei künftigen CSU-Bundesminister sind allesamt Männer. Bär ist als Staatsministerin die einzige CSU-Frau mit einem Regierungsposten. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte dazu gesagt, aus seiner Sicht hätte es auch der CSU gut zu Gesicht gestanden, "wenn sie unter den drei Ministern mehr Frauen gehabt hätte als gar keine".

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cte/dpa
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