Grünenchefin zu Straßenblockaden durch Klimaaktivisten »Dahinter steckt eine große Sorge um die Zukunft«

Die neue Grünenvorsitzende Ricarda Lang verteidigt zivilen Ungehorsam, wenn er niemanden gefährdet. Die Gesellschaft solle sich fragen, »warum junge Menschen zu solchen Mitteln greifen«.
Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang: »Alles tun, um beim Klimaschutz endlich auf den 1,5-Grad-Pfad zu kommen«

Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang: »Alles tun, um beim Klimaschutz endlich auf den 1,5-Grad-Pfad zu kommen«

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Nach einer Serie von Straßenblockaden von Klimaaktivisten hat die Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang zivilen Ungehorsam als legitimes Mittel des politischen Protests bezeichnet. Voraussetzung sei aber ein friedlicher Verlauf. »Klar ist, es darf niemand gefährdet werden«, sagte Lang dem Berliner »Tagesspiegel« . »Ich halte zivilen Ungehorsam dann für ein legitimes Mittel des politischen Protests, wenn er eben friedlich vonstatten geht.«

Lang weiter: »Wir sollten uns jedoch fragen, warum junge Menschen zu solchen Mitteln greifen.« Dahinter stecke eine große Sorge um die Zukunft. »Und die beste Antwort darauf ist, dass wir politische Verantwortung übernehmen. Also alles tun, um beim Klimaschutz endlich auf den 1,5-Grad-Pfad zu kommen.«

Aktivisten und Aktivistinnen, die sich »Aufstand der letzten Generation« nennen, haben zuletzt mehrfach Straßen und Autobahnen blockiert – vor allem in Berlin, aber auch in anderen Städten wie Hamburg oder Stuttgart. Sie fordern ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und eine sofortige Agrarwende, um Klimagase aus der Landwirtschaft zu mindern. Den Zusammenhang zwischen Lebensmittelverschwendung und Autobahnblockaden erklärte die Pressesprecherin der Gruppe, Carla Hinrichs, so: »Wir stören massiv das todbringende ›Weiter so‹, bis die Regierung endlich handelt und unser Recht auf Leben schützt.«

wbr/dpa