Schleswig-Holsteins Ministerpräsident CDU gut aufgestellt für "Nach-Merkel-Ära"

Angela Merkel ist seit 17 Jahren CDU-Vorsitzende. Für die Zeit danach sei die Partei personell gut vorbereitet, sagt nun Ministerpräsident Daniel Günther. Er selbst zählt sich zur "Führungsreserve der CDU".

Daniel Günther (Archivbild)
DPA

Daniel Günther (Archivbild)


Die CDU ist nach Ansicht des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther personell immer besser für die Zeit nach Angela Merkel aufgestellt. Noch sei der Zeitpunkt offen, ab dem Merkel nicht mehr Kanzlerin und CDU-Vorsitzende sei, sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post".

"Aber wir sehen, dass sich - historisch untypisch - während einer CDU-Kanzlerschaft eine neue Riege von Ministerpräsidenten aufbaut, die zusammen mit vielen weiteren jüngeren Leuten in Regierungsverantwortung eine Fülle von Potenzial für eine Nach-Merkel-Ära garantieren."

Günther ist seit Juni dieses Jahres Ministerpräsident in Schleswig-Holstein. Der Zeitung sagte der 44-Jährige nun, auch er selbst und CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn gehörten zur "Führungsreserve der CDU".

Spahn sagte der Zeitung, es werde immer deutlicher: "Die CDU ist mehr als eine Person, wir sind ein Team." Dazu zählten die Ministerpräsidenten, die Landesvorsitzenden sowie "viele Fleißige mit Gestaltungsanspruch in den Parlamentsfraktionen".

Am Wochenende begann Merkel in Dortmund ihre Deutschlandtour, 50 Stationen stehen bis zur Bundestagswahl auf dem Programm. In den Umfragen liegen CDU und CSU vor der Konkurrenz. Im ARD-Deutschlandtrend verlor Merkel zuletzt an Zustimmung. Am 3. September tritt sie gegen SPD-Kandidat Martin Schulz im TV-Duell an.



Sie wollen die Sonntagsfrage für den Bund beantworten? Stimmen Sie hier ab:


aar/dpa



insgesamt 54 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
stefangr 14.08.2017
1. glaubt er selbst nicht
Wie Herr Günther sich als das große Führungspersonal bezeichnen kann, ist mir ein Rätsel. Er muss erst mal Jamaika in S-H zum Erfolg und das ist noch gesichert. Frau Von der Leyen ist bei der Bundeswehr gescheitert. In NRW ist es nur eine Frage der Zeit, bis Laschet sich einer Neuwahl stellen muss, weil die FDP falsche Wahlunterlagen eingereicht hat. Sachsen muss auch wiederholen, zögert die Neuwahl aus machtpolitischen Gründen über das verfassungsmäßige Maß raus und leidet nach einem ehemaligen Mitglied unter einem Demokratiedezifit in der Mitgliedschaft. Sachsen-Anhalt hat mit Wahlfälschungen und rechten Umtrieben von sich reden gemacht. In Hessen ist der Ministerpräsident zu alt und zu beliebig wie Merkel selbst. Lediglich das Saarland bietet eine Hoffnung, aber bei den konservativen und teilweise reaktionären Ansichten möchte man Frau Kramp-Karrenbauer eher im Saarland belassen als nach Berlin befördern, die soll ihren Pleite-Landkreis regieren. Baden-Württemberg ist völlig zerstritten in der Führung, teilweise auch Niedersachsen. Berlin hat sich abgemeldet, Brandenburg war zerstritten. Wenn alle so aalglatte Langweiler und Teflonpfannen sind wie Günther und Merkel selbst, dann möchte man gerne auf den Nachwuchs der CDU verzichten, auch wenn man nicht so reaktionäre Koch-jünger nicht mehr zurückwünscht.
bockshorn11 14.08.2017
2. Daniel in der Löwengrube
Man kann über Merkel ja denken was man will, aber ein dickes Fell hat sie. Ich persölich hätte die Klotten schon 10 mal hingeschmissen, ob dieser ganzen unverschämten Gemeinheiten. Unser BetaWulff sollte sich das noch einmal überlegen.
dirk1962 14.08.2017
3. Union hat Personal?
Merkel ist schon eine Zumutung für jeden denkenden Menschen. Und eigentlich merkt man kaum, dass es überhaupt eine Union gibt. Klar, es gibt ein paar gescheiterte Minister, bei denen aber wohl der Spaßfaktor für Satiriker hoch ist. Unter Merkel ist die Union zu einer Abnickmaschine degeneriert, ohne Meinung und ohne Stimme. Und diese Leute sehen sich gut aufgestellt?
peter.di 14.08.2017
4. Meiner Meinung nach
kann es nach Merkel nur besser werden mit der CDU, vielleicht würde ich die CDU dann sogar wieder wählen.
schorri 14.08.2017
5. Der Wunsch der Vater der Aussage
Wer ist Daniel Günther? Wie und warum kommt er in den Spiegel? Weil zu Beginn der Woche die Leser ein bisschen was zu lachen haben sollen? Und wenn er mal im Wald spazieren geht, dann pfeift er bestimmt die ganze Zeit über.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.