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17. April 2019, 07:19 Uhr

Ministerpräsident Günther

"Ich gehöre nicht zu denen, denen besonders wichtig ist, was aus Friedrich Merz wird"

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther fordert von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, "die Wählerschaft in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen". Ihm sei nicht wichtig, was aus Friedrich Merz werde.

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, hat in einem Interview mit der "Welt" gesagt, was aus dem Ex-Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz werde, sei ihm nicht wichtig. "Ich gehöre nicht zu denen, denen besonders wichtig ist, was aus Friedrich Merz wird", sagte er.

Von Vertretern der Wirtschaft und Teilen der CDU wird seit Wochen scharfe Kritik an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geübt. Viele Marktliberale wünschen sich Friedrich Merz als Wirtschaftsminister. Merz hatte im vergangenen Dezember die Wahl zum Parteivorsitzenden gegen Annegret Kramp-Karrenbauer, kurz AKK, nur knapp verloren.

AKK soll "Wählerschaft in den Mittelpunkt ihres Handelns" stellen

In den vergangenen Monaten hatte AKK versucht, den konservativen Flügel der CDU zu beruhigen. Sie forderte Grenzschließungen als Ultima Ratio, und erteilte den EU-Reformplänen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in vielen Punkten eine Absage. Liberale CDU-Politiker kritisierten, es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass die CDU nach rechts rücke.

Günther sagte, Kramp-Karrenbauer habe es als ihre Aufgabe begriffen, die Partei wieder zusammenzuführen. Das sei richtig gewesen. "Ich gehe davon aus, dass sie jetzt die nächste Stufe zündet und die Wählerschaft in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt, nicht einzelne Teile der Partei", sagte er.

Kramp-Karrenbauers Beliebtheitswerte waren zuletzt zurückgegangen.

höh

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