Kanzler Sebastian Kurz bei einer Pressekonferenz in Wien
Michael Gruber/ AP

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Das Thema des Tages: Österreich bebt, noch immer

Tag vier der Ibiza-Affäre in Österreich: Nach dem Rücktritt von Vizekanzler Heinz-Christian Strache haben heute alle Minister der rechtspopulistischen Partei FPÖ mit dem Rücktritt gedroht. Grund dafür ist die Diskussion um Innenminister Herbert Kickl. Werde dieser abberufen, "stellen wir unsere Ämter zur Verfügung", sagte der Verkehrsminister und designierte FPÖ-Chef Norbert Hofer. Kanzler Sebastian Kurz entschied sich vorerst dagegen, Kickl zu entlassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Warum das heikel ist? Bis zu den geplanten Neuwahlen im September ist ausgerechnet das FPÖ-geführte Innenministerium mit den Ermittlungen in der Ibiza-Affäre betraut. Dabei soll geklärt werden, ob der Skandal um Strache strafrechtliche Konsequenzen hat. Kurz wiederum dürfte darauf hoffen, nach den Neuwahlen allein regieren zu können. Den Überblick zu den weiteren Entwicklungen lesen Sie hier.

Die Affäre um die Ibiza-Äußerungen von Strache bringen auch seine deutschen Freunde von der AfD in Erklärungsnot: Hier gibt's nichts zu sehen, bitte weitergehen, scheint die Devise. So verkündet Parteichef Jörg Meuthen am Sonntagabend im ARD-Talk von Anne Will einfach das Ende der Debatte. Dabei ist der Fall Strache und die damit verbundene FPÖ-Krise ein gewaltiges Problem für die AfD, schreiben meine Kollegen in dieser Analyse.

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News: Was Sie heute wissen müssen

  • Wirbel um Finanzen des US-Präsidenten: Geldwäsche-Spezialisten der Deutschen Bank wollten laut "New York Times" verdächtige Geldflüsse von Trump-Organisationen wegen Auffälligkeiten der Finanzaufsicht melden. Das wurde dem Bericht zufolge unterbunden.
  • Huawei soll künftig vom Handybetriebssystem Android ausgeschlossen werden. Der Bann wird weitreichende Auswirkungen haben, schreibt mein Kollege Matthias Kremp. Auch deutsche Nutzer wird es treffen.
  • Der Comedian Wolodymyr Selenskyj ist als neuer Präsident der Ukraine vereidigt worden. Er kündigte umgehend an, das Parlament in Kiew aufzulösen. In seiner Antrittsrede vor den Abgeordneten rief er zudem Neuwahlen in zwei Monaten aus.
Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj
Valentyn Ogirenko / REUTERS

Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj

Die Zahl des Tages: 100

So viele Liter Regen pro Quadratmeter sollen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) im Süden Deutschlands bis zum Mittwochmorgen niedergehen. Örtlich seien sogar Niederschläge von mehr als 150 Litern möglich. Bei so starkem Regen sei mit Überschwemmungen zu rechnen. Hier finden Sie weitere Infos dazu.

Meinung: Die meistdiskutierten Kommentare, Interviews, Essays

Wie entschuldigt man sich richtig? Eine Vielzahl von Unternehmen oder Einzelpersonen richtet sich offenbar nach einem Geheimprotokoll, wenn es darum geht, einen Fehler zu gestehen, schreibt SPON-Kolumnistin Margarete Stokowski. Wichtigster Punkt: Entschuldigen Sie sich für verletzte Gefühle, auch wenn es vielleicht gar keine gab.

Harald Schmidt nimmt den Kampf gegen Sexismus ernst. Er will nicht mehr, dass sich nur Frauen im Tatort ausziehen müssen. Eine Oligarchennichte soll ihm dabei helfen, dass am Sonntagabend künftig mehr nackte Männer zu sehen sind. Seine neue Videokolumne - dieses Mal heimlich aufgezeichnet.

Harald Schmidt
SPIEGEL ONLINE

Harald Schmidt

Stories: Die meistgelesenen Texte bei SPIEGEL+ und SPIEGEL ONLINE

Erinnern Sie sich noch an Yanis Varoufakis? Als griechischer Finanzminister posierte er auf seinem Motorrad, die People-Magazine feierten den Schäuble-Widersacher als Politiker der coolen Art. Davon zehrt Varoufakis bis heute. Nun tritt er in Deutschland zur Europawahl an. Von Andreas Wassermann.

Yanis Varoufakis in Hannover
Getty Images

Yanis Varoufakis in Hannover

94 Seiten umfasst eine Anklageschrift, die belegen soll, dass die Bundesrepublik einem potenziell verheerenden Anschlag entgangen ist. Ein Islamistenpaar aus Köln plante offenbar eine Attacke mit einer Giftbombe - Sprengstoff und Geschosse waren schon beschafft, ein Zünder fast fertiggebaut, eine erfolgreiche Probesprengung durchgeführt. Bis zu 100 Menschen hätten sterben können.

Seit 72 Jahren regiert die SPD in Bremen. Doch in der jüngsten Vergangenheit bröckelt der Putz: Die Pro-Kopf-Verschuldung des Stadtstaats ist - mit Abstand - bundesweit die höchste. In wenigen Tagen, am kommenden Sonntag, wählen die Bewohner der Hansestadt ein neues Parlament - und die CDU liegt in den Umfragen leicht vor der SPD.

Kevin Kühnert mit Parteifreunden in Plauen
Christian Teevs/ SPIEGEL ONLINE

Kevin Kühnert mit Parteifreunden in Plauen

Kevin Kühnert, der Quälgeist? Mein Kollege Christian Teevs hat den Juso-Chef unter anderem in Plauen begleitet, einer Stadt im Südwesten Sachsens. "Der Mann, der 2018 als GroKo-Gegner bekannt wurde, muss gerade auch reichlich einstecken", schreibt er. Grund dafür sind Kühnerts Ideen zum Sozialismus. Hier lesen Sie die ganze Reportage.

Mein Abend: Die Empfehlungen für Ihren Feierabend

Heute Abend könnten Sie mal wieder "Games of Thrones" schauen. Keine Sorge, hier folgt kein Spoiler der allerletzten Folge - was da passiert, können Sie aber hier nachlesen. Und auch wenn das Thema sehr kontrovers diskutiert wird: Das Finale "war, kann man nicht anders sagen, erstaunlich gut", schreibt mein Kollege Stefan Kuzmany. Wenn es Ihnen wie mir geht und Sie tatsächlich noch keine Episode von "GoT" gesehen haben: schlanke 72 Stunden und 16 Minuten und Sie sind auf Stand.

Emilia Clarke in einer Szene aus "Game of Thrones"
AP

Emilia Clarke in einer Szene aus "Game of Thrones"

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Vanessa Steinmetz vom Daily-Team

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