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13. Oktober 2007, 16:03 Uhr

Demonstration in Berlin

7000 protestieren gegen "Sozialabbau"

Mehrere tausend Menschen haben am heutigen Samstag in Berlin gegen die Sozial- und Innenpolitik der Bundesregierung demonstriert. Sie kritisierten die Hartz-IV-Arbeitsmarktreform und die geplanten Online-Durchsuchungen von Computern.

Berlin - Unter dem Motto "Schluss mit dem Raubbau an sozialen und demokratischen Rechten! Wir wollen menschenwürdig leben" protestierten die Teilnehmer unter anderem gegen die Hartz-IV-Regelungen. Sie wandten sich auch gegen die vom Bundestag gerade beschlossene Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan.

Demonstranten in Berlin: Gegen Hartz IV und "Verfolgungswahn"
AP

Demonstranten in Berlin: Gegen Hartz IV und "Verfolgungswahn"

Die Veranstalter sprachen von 6000 bis 8000 Teilnehmern, laut Polizei waren es 7000 Demonstranten. Ein Sprecher der "Koordinierungsgruppe Bundesweite Montagsdemonstrations-
bewegung" zeigte sich "sehr zufrieden" mit der Resonanz. Die Veranstaltung sei ein "politischer Erfolg" gewesen. Es war die vierte bundesweite Kundgebung der Montagsdemonstrationen.

Zum Abschluss am Brandenburger Tor sprachen sich die Redner gegen die Sozial- und Innenpolitik der Bundesregierung aus. Die Hartz-IV-Arbeitsmarktreform lasse Erwachsene und Kinder verarmen, hieß es. Die von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) geplante Online-Überwachung bezeichneten Redner als "Verfolgungswahn".

Demonstranten forderten auf Plakaten und Transparenten Mindestlöhne und die Einführung der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich sowie die Abschaffung der Rente mit 67. Sie schwenkten die Fahnen linker Parteien und Gruppierungen sowie von Gewerkschaften wie der IG Metall und ver.di.

hda/ddp/dpa

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