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hier finden Sie die wichtigsten Nachrichten des Tages, die beliebtesten Geschichten von SPIEGEL+ und Tipps für Ihren Feierabend.

Das Thema des Tages: Wohlstand vs. Strukturkrise

Laut Grundgesetz ist ein Ziel der Politik die "Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet". Noch sieht das aber anders aus: Dem Boom in den Städten steht ein kaum beachtetes Ausdünnen ganzer Landstriche gegenüber. Während in Berlin-Mitte die Mietpreise steigen und Anwohner gegen Gentrifizierung kämpfen, altert und schrumpft die Bevölkerung auf dem Land. Meine Kollegen Markus Dettmer und Robin Wille beschreiben die Folgen für Millionen Menschen in Deutschland.

Neu ist das Phänomen nicht, und auch nicht spezifisch deutsch - trotzdem will die schwarz-rote Bundesregierung nun mit einem Zwölfpunkteplan dagegen vorgehen. Den hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gemeinsam mit Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Familienministerin Franziska Giffey (SPD) nun im Kabinett vorgestellt. "Es ist das größte Projekt seit der deutschen Einheit", sagte Seehofer dazu der "Süddeutschen Zeitung".

Welche Maßnahmen sind geplant, um die Lebensverhältnisse in Deutschland anzugleichen?

Zu den wichtigsten zählt, dass sich der Bund künftig verpflichten will, Behörden und Forschungseinrichtungen bevorzugt in strukturschwachen Regionen anzusiedeln. Neben der Förderung von Wohnungsbau und öffentlichem Nahverkehr stellt der Bund zudem Hilfen für Kommunen mit Altschulden in Aussicht. Außerdem soll an die Stelle des Solidarpakts Ost ein gesamtdeutsches System treten, das Fördergelder nicht mehr nach Himmelsrichtung verteilt, sondern ausschließlich nach der Strukturschwäche. Noch mehr Details dazu erfahren Sie hier.

Die Zahl des Tages: 1100

Mitarbeiter des Nobelschneiders mit Kleidersäcken
Simon Dawson / REUTERS

Mitarbeiter des Nobelschneiders mit Kleidersäcken

1100 Euro kostet ein Anzug bei Fielding & Nicholson - mindestens. Gesandte des noblen Schneiders wurden in London fotografiert, als sie eine Filiale der Deutschen Bank verließen. Sie hatten dort gerade die Anzüge für Managing Directors vermessen - kurz zuvor war bekannt geworden, dass bei dem Geldhaus massenhafte Entlassungen anstehen.

News: Was Sie heute wissen müssen

Meinung: Die meistdiskutierten Kommentare, Interviews, Essays

Das sind die kleinen Unterschiede: Während Kollegen gefeuert werden, lassen sich Deutsche-Bank-Chefs in London im Büro neu einkleiden. "Wir Kleinsparer kennen gar keine Banker in Maßanzügen", sagt Harald Schmidt. "Unser Banker trägt Halbarmhemd und Micky-Maus-Krawatte." Hier geht es zu seiner Videokolumne.

DER SPIEGEL

Das Internet ist, trotz allem, die mächtigste Bildungsmaschine der Welt. Also könnten sich die Schulen doch verstärkt auf ihren anderen Auftrag konzentrieren: Erziehung. Die Kolumne von Sascha Lobo.

Stories: Die meistgelesenen Texte bei SPIEGEL+

Wer kann dem brutalen Anti-Drogen-Krieg auf den Philippinen noch etwas entgegnen? Katholische Geistliche stellen sich gegen die Killerkommandos - und geraten selbst in Gefahr. Eine Reportage von Carsten Stormer.

Pater Flavie bei einem Opfer der Killerkommandos
Carlo Gabuco

Pater Flavie bei einem Opfer der Killerkommandos

Sie haben einen Besichtigungstermin für eine neue Wohnung? Prima - jetzt gilt: Seien Sie zuverlässig und pünktlich! Rufen Sie an, wenn Sie sich verspäten! Sagen Sie ab, wenn Ihnen etwas dazwischengekommen ist! Hier verrät der Hamburger Makler Lars Reichert noch weitere Tipps bei der Immobiliensuche.

Wir lernen viel Neues am ersten Arbeitstag: die vielen Namen und Informationen zu neuen Projekten, wie der Kaffee im Sekretariat riecht, die Musik, die von der Straße heraufweht. Was passiert im Gehirn, wenn wir Informationen speichern? Wie aus Informationen Erinnerungen werden erfahren Sie hier.

Mein Abend: Die Empfehlungen für Ihren Feierabend

Heute Abend könnten Sie mal wieder ein gutes Buch lesen, solange der Sommer noch untertaucht. Zum Beispiel "Asphaltdschungel" von Joseph Incardona. Der Autor entwirft im Setting des französischen Autobahnraststätten-Netzes eine Serienkillerjagd. "Ich habe ein Faible fürs Tragische", sagt Incardona. In seinem Roman geht es um Menschen, die nicht fertig werden mit ihren erlittenen Verlusten - und darüber zu blindwütigen Rächern oder resignierten Selbstzerstörern werden. Hier lesen Sie die Rezension von Peter Henning dazu.

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Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Vanessa Steinmetz vom Daily-Team

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