Deutsche Bahn Gratistickets für Soldaten gelten schon ab 1. Januar 2020

Mit Beginn des kommenden Jahres können Soldaten in Uniform Gratistickets bei der Deutschen Bahn buchen. Die Bundeswehr zahlt dafür einen Pauschalbetrag von vier Millionen Euro pro Jahr.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer unterhält sich beim "Tag der offenen Tür der Bundesregierung" mit Soldaten.
Jörg Carstensen/dpa

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer unterhält sich beim "Tag der offenen Tür der Bundesregierung" mit Soldaten.


Soldaten in Uniform können ab dem 1. Januar kostenlos Züge der Deutschen Bahn benutzen. Das Angebot gelte für private und dienstliche Fahrten im Fern- und Regionalverkehr, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der Deutschen Bahn mit dem Verteidigungsministerium, dem Verkehrsministerium und der CSU im Bundestag.

Aktive Angehörige der Bundeswehr sollen ihre Fahrten künftig über ein eigenes Buchungsportal wählen und mit einer digitalen Berechtigung ein Ticket für die zweite Klasse lösen können.

"Unsere Soldatinnen und Soldaten stehen jeden Tag weltweit mit Leib und Leben für unser Land ein", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, "sie verdienen unseren Respekt und unseren Dank". Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nannte die kostenlosen Fahrten ein "Herzensanliegen", mit dem die Leistung der Soldaten anerkannt werde.

Der CSU-Landesgruppen-Vorsitzende Alexander Dobrindt bezeichnete die Gratistickets als Beitrag für die Sichtbarkeit der Soldaten in der Gesellschaft. "Übrigens geht dies auch einher mit einem stärkeren Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger", sagte Dobrindt.

Die Bundeswehr wird pauschal jährlich rund vier Millionen Euro an die Bahn bezahlen. Das Angebot gilt zunächst nicht für private Bahnunternehmen, welche die Einigung scharf kritisierten: "Vier Millionen Euro für unbegrenzte Freifahrten", sagte Christian Schreyer, Präsident des Verbands der Wettbewerbsbahnen, "das ist kein angemessener Gegenwert. Das sind 22 Euro pro Soldat und Jahr".

rai/dpa



insgesamt 198 Beiträge
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ingbeti 17.08.2019
1. Zur Zeit
der Deutschen Bundesbahn sind Offiziere auf Dienstreise sogar 1.Klasse kostenfrei gefahren, die Fahrkarte wurde ganz unbürokratisch vom Refü (Rechnungsführer) der eigenen Einheit ausgestellt.
maxmarius 17.08.2019
2. Und die Polizisten?
Diese stehen auch jeden Tag mit Leib und Leben für uns ein. Es könnten vermutlich sogar mehr Polizisten als Soldaten pro Jahr ihr Leben im Dienst verlieren.
timo0105 17.08.2019
3. Mal ne doofe Frage
Die Freifahrten gelten auch für Privatfahrten, wenn eine Uniform getragen wird. Dürfen Soldaten, die nicht im Dienst sind, überhaupt ihre Uniform tragen?
s3rban 17.08.2019
4. Soldatinnen und Soldaten ???
Soldatinnen und Soldaten ? Sind wir wirklich so vom Weg abgekommen, Wieviele Soldatinnen sind denn für Deutschland gefallen oder wie viele Soldatinnen gibt es bei der Bundeswehr ? Gibt es keine Grenzen mehr für diese übertriebene Emanzipation. Das ist schon lächerlich und hat mit Respekt nichts mehr am Hut.
bassemoluff 17.08.2019
5. Da wird...
.....Donald Trump sich aber freuen! Die Verteidigungsausgaben steigen! Und die Deutschen können sich freuen wir helfen der Bahn mit 4 Millionen bei ihren Bemühungen die Schienen wieder flott zu bekommen! Clevere gemacht. Könnte das nicht als Blaupause dienen bei Kindergärten, Schulen und und und...
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