Deutsche Forschungsgemeinschaft Geld für Stammzell-Projekt bewilligt

Der Bundestag hat dem begrenzten Import embryonaler Stammzellen zugestimmt. Nun hat auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das umstrittene Projekt des Bonner Mediziners Oliver Brüstle genehmigt. Die Auszahlung der Fördergelder bleibt jedoch bis zum vorgesehenen Gesetz gesperrt.





DFG-Präsident Winnacker: Keine Sondergenehmigung für Brüstle
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DFG-Präsident Winnacker: Keine Sondergenehmigung für Brüstle

Berlin - 200.000 Euro hat die DFG für Brüstles Projekt gebilligt. Sie bleiben so lange auf Eis, bis der Bonner Neurobiologe die nach dem Grundsatzbeschluss des Bundestages erforderliche Genehmigung vorlegen kann. Dieser Beschluss soll bis Juni gesetzlich verankert sein.

Damit Brüstle sein Projekt starten kann, muss nicht nur das vom Bundestag ausdrücklich vorgesehene Gesetz verabschiedet, sondern auch die vorgesehene Genehmigungsbehörde eingerichtet sein. Der Präsident der DFG, Ernst-Ludwig Winnacker, äußerte die Hoffnung, dass das Gesetzgebungsverfahren schnell vonstatten gehen werde und die Genehmigungsbehörde vielleicht bereits parallel zu den parlamentarischen Beratungen eingerichtet werden könne. Eine Sonderbehandlung Brüstles im Sinne einer vorab erteilten Genehmigung zum Stammzellenimport, wie die Bonner Stammzellenforscher sie angeregt hatten, lehnte Winnacker ab.

Der DFG-Präsident berichtete, bei der DFG seien noch zwei weitere Anträge auf Forschungsprojekte mit menschlichen embryonalen Stammzellen eingegangen. Über sie solle im Frühjahr entschieden werden.

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