Deutsche Salafistin Frau eines IS-Kämpfers in Bayern verhaftet

Sie reiste mit ihrem Mann nach Syrien und in den Irak, um sich dort der Terrororganisation IS anzuschließen. Jetzt wurde die inzwischen zurückgekehrte deutsche Salafistin in Bayern verhaftet.


Die Bundesanwaltschaft hat eine Deutsche wegen der mutmaßlichen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verhaften lassen. Sibel H. wurde am Dienstag aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters am Bundesgerichtshof in Bayern festgenommen, teilte die Behörde mit. Die Beschuldigte kam den Angaben zufolge in Untersuchungshaft.

Die Ermittler werfen der Frau auch Kriegsverbrechen und Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor. Sie soll im Frühjahr 2016 gemeinsam mit ihrem nach islamischem Ritus geheirateten Ehemann nach Syrien und später in den Irak gereist sein, um dort im IS-Herrschaftsgebiet zu leben.

Im Irak habe sie mit ihrem Ehemann nacheinander drei Wohnhäuser bezogen, die ihnen jeweils vom IS überlassen worden waren. Aus diesen Häusern waren die rechtmäßigen Bewohner vor den Dschihadisten geflohen. Die Beschuldigte habe den Haushalt geführt, damit ihr Ehemann uneingeschränkt dem IS zur Verfügung stehen konnte. Sie hatte nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft Zugriff auf verschiedene Sturmgewehre.

Im Oktober 2017 lehnte laut Bundesanwaltschaft der Ermittlungsrichter zunächst den Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gegen die inzwischen zurückgekehrte Frau ab. Bei den weiteren Ermittlungen habe sich der Tatverdacht aber verdichtet.

als/dpa/AFP



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