Deutsche Spürpanzer in Kuweit Struck will ABC-Kräfte verstärken

Sollten die USA den Irak angreifen, schließt Verteidigungsminister Peter Struck eine Verstärkung der deutschen ABC-Truppen in Kuweit nicht aus. Bereits vor kurzem war zusätzliches Personal in die Golfregion verlegt worden. Einen Einsatz der ABC-Kräfte im Irak lehnte der SPD-Politiker erneut ab.

Berlin - Die Bundesregierung will die ABC-Abwehrtruppen in Kuweit im Fall eines Irak-Kriegs weiter verstärken. Wenn die Amerikaner Truppen aus dem gemeinsamen kuweitischen Feldlager abzögen, müsse die Bundeswehr die "eigene Schutzkomponente im Rahmen des vom Bundestag genehmigten Mandats verstärken", sagte Verteidigungsminister Peter Struck in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Einen Einsatz der deutschen ABC-Kräfte jenseits der irakischen Grenze schloss der SPD-Politiker aus. "Unsere Soldaten bleiben in Kuwait, denn der Schutzauftrag bezieht sich auf das Land, dessen Bürger und die dort stationierten Amerikaner", betonte Struck. "Den Schutz vorrückender amerikanischer Einheiten auf irakischem Territorium müssen die Amerikaner selbst übernehmen."

Im kuweitischen Camp Doha, rund 100 Kilometer von der irakischen Grenze entfernt, sind derzeit sechs Fuchs-Spürpanzer der Bundeswehr und 59 deutsche Soldaten stationiert. Zusammen mit amerikanischen und tschechischen ABC-Abwehrkräften sind sie dort im Rahmen der Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom" für den Schutz vor Angriffen oder Anschlägen mit chemischen oder biologischen Waffen zuständig.

Struck hatte bereits vor wenigen Tagen angekündigt, die Truppe in Kürze um 30 Mann zu verstärken, die sich um die Wartung der Panzer und die Logistik kümmern sollen.

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