Statistisches Bundesamt Bevölkerung in Deutschland wächst langsamer

Deutschland hatte noch nie so viele Einwohner: 2019 waren es 83,2 Millionen Menschen. Das Bevölkerungswachstum fiel im Vergleich zum Vorjahr jedoch geringer aus.
Die Zahl der Menschen in Deutschland hat 2019 einen Höchststand erreicht

Die Zahl der Menschen in Deutschland hat 2019 einen Höchststand erreicht

Foto: Jan Woitas/ picture alliance/dpa

Mit 83,2 Millionen Menschen hat Deutschland im vergangenen Jahr einen neuen Einwohnerrekord erreicht. Das Bevölkerungswachstum im Land verlangsamte sich allerdings, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zu 2018 wuchs die Zahl der Einwohner um 0,2 Prozent - ein Zuwachs von 147.000 Menschen. 2018 hatte es noch ein Plus von 0,3 Prozent gegeben.

Den Zuwachs im vergangenen Jahr erklären die Statistiker damit, dass nach vorläufigen Ergebnissen etwa 300.000 Menschen mehr zu- als abgewandert sind. Der sogenannte Wanderungsüberschuss habe im Vergleich zu 2018 abgenommen. Damals lag er noch bei einem Plus von 400.000 Personen. Die Zahl der Sterbefälle überstieg 2019 die Zahl der Geburten um 161.000.

Plus in Berlin, Minus in Sachsen-Anhalt

Prozentual stieg die Einwohnerzahl am stärksten in Berlin (plus 0,7 Prozent), Brandenburg, Bayern und Hessen (jeweils plus 0,4 Prozent). Am stärksten gesunken sind die Einwohnerzahlen in Sachsen-Anhalt (minus 0,6 Prozent), Thüringen (minus 0,5 Prozent) und im Saarland (minus 0,4 Prozent).

Das Wachstum der ausländischen Bevölkerung verlangsamte sich 2019 den Angaben zufolge. Gleichzeitig sank die Zahl der deutschen Staatsbürger um 0,2 Prozent auf 72,8 Millionen. Ende 2019 lebten 10,4 Millionen ausländische Staatsbürger in Deutschland (plus 3,1 Prozent). Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung stieg auf 12,5 Prozent.

Seit 2011 wächst die Bevölkerung in Deutschland kontinuierlich an. Nach dem Rekordzuwachs von 1,2 Prozent im Jahr 2015 verlangsamte sich aber die jährliche Zunahme.

asc/AFP