Razzien in drei Städten Bundespolizei nimmt mutmaßliche Schleuser fest

Sie sollen 300 Menschen nach Deutschland geschleust haben und dafür zwischen 3500 und 10.000 Euro pro Person verlangt haben. Nun hat die Polizei an drei Orten in Deutschland mehrere Männer festgesetzt.
Polizei im Einsatz (Symbolbild): Mutmaßliche Schleuser festgenommen

Polizei im Einsatz (Symbolbild): Mutmaßliche Schleuser festgenommen

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ DPA

Im Kampf gegen mutmaßliche Schleuser hat die Bundespolizei mehrere Wohnungen und Gebäude in Berlin, im brandenburgischen Forst und im nordrhein-westfälischen Siegen durchsucht.

Es gehe um das gewerbsmäßige und bandenmäßige Einschleusen von Ausländern nach Deutschland, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Mitteldeutschland. Gegen sechs Menschen liege ein Haftbefehl vor. Vier der Verdächtigen seien am Morgen bereits festgenommen worden, zwei in Berlin und zwei in Forst. Laut Bundespolizei waren 375 Beamte an der Razzia beteiligt.

Dem Sprecher zufolge laufen die Ermittlungen seit mehreren Monaten. Es soll um 60 Fälle gehen, 300 Menschen seien geschleust worden. Die Menschen seien meist illegal vornehmlich aus Syrien und dem Irak über Belarus nach Deutschland gebracht worden. Pro Person sollen die mutmaßlichen Schleuser zwischen 3500 und 10.000 Euro kassiert haben. Erste Verdachtsmomente habe es an der deutsch-tschechischen und deutsch-polnischen Grenze gegeben, heißt es weiter. Die sechs Verdächtigen sind laut Sprecher irakische und syrische Staatsangehörige.

Der Einsatz wurde von der Bundespolizeiinspektion Dresden aus geleitet. Für die Razzia sei federführend die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung mit Sitz in Halle zuständig, heißt es. Das Ermittlungsverfahren selbst werde von der Staatsanwaltschaft Görlitz geführt.

ptz/dpa
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