Bericht über Treibhausgasreduktion Deutschland entscheidet sich für Klimaneutralität bis 2050

Acht europäische Staaten haben bereits zugesagt, dass sie bis 2050 keine klimaschädlichen Treibhausgase mehr ausstoßen wollen. Nun zieht auch Deutschland nach.

Braunkohle-Tagebau der Vattenfall Europe AG
Patrick Pleul / DPA

Braunkohle-Tagebau der Vattenfall Europe AG


Deutschland wird die Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und bislang acht weiterer EU-Staaten für ein klimaneutrales Europa bis 2050 unterstützen. Das geht nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" aus der Rückäußerung Deutschlands für den europäischen Rat hervor. Darin hat auch der Bund das Zieljahr 2050 für die Klimaneutralität eingetragen. Eine entsprechende Langfriststrategie solle spätestens Anfang kommenden Jahres verabschiedet werden, hieß es weiter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich bereits Ende Mai in ihrer Rede vor dem Petersberger Klimadialog zum Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 bekannt. Über den Weg dahin müsse diskutiert werden, sagte die Kanzlerin damals. Darüber solle im Klimakabinett der Bundesregierung beraten werden. Offenbar ist der Weg nun gefunden.

Nach Unterlagen der "SZ" drängen auch Italien, Österreich, Finnland, Slowenien, Lettland und Griechenland auf Klimaneutralität bis 2050, teils mit dem Zusatz: "spätestens". Neben Frankreich und den Benelux-Staaten haben sich auch Dänemark, Schweden, Spanien und Portugal bereits dazu bekannt.

Bei der Uno-Klimakonferenz 2015 in Paris hatte sich die internationale Gemeinschaft darauf verständigt, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad, mindestens aber deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Forscher zweifeln daran, dass dieses Ziel noch einzuhalten ist. Laut einem Bericht der Uno bleibt der globale CO2-Ausstoß auf Rekordstand.

vks

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