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Folge des Nahostkonflikts Israelis dürfen vorerst bis Ende April ohne Visum in Deutschland bleiben

Israelische Staatsbürger, die sich derzeit in Deutschland befinden, können ohne großen bürokratischen Aufwand länger im Land bleiben. »Wir lassen die Menschen in Israel nicht allein«, sagt Bundesinnenministerin Nancy Faeser.
Passkontrolle bei der deutschen Grenzpolizei

Passkontrolle bei der deutschen Grenzpolizei

Foto: Daniel Löb / dpa

Israelische Staatsbürger, die derzeit in Deutschland sind, können rund drei weitere Monate ohne bürokratischen Aufwand im Land bleiben. Eine entsprechende Verordnung des Bundesinnenministeriums sieht vor, dass Israelis, die sich aktuell im Bundesgebiet aufhalten, noch bis zum 26. April 2024 bleiben dürfen, ohne einen Aufenthaltstitel zu beantragen oder ihren visumfreien Aufenthalt verlängern zu müssen.

Grundsätzlich können sich israelische Staatsangehörige 90 Tage visumfrei in Deutschland aufhalten.

»Die barbarischen Terrorangriffe der Hamas auf Israel am 7. Oktober haben uns zutiefst erschüttert«, wurde Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in einer Mitteilung ihres Ministeriums zitiert. »Wir lassen die Menschen in Israel nicht allein – und wir wollen auch diejenigen unterstützen, die angesichts des Terrors der Hamas für einige Zeit bei Freunden und Familien in Deutschland leben.« Die aktuelle Regelung ist »eine pragmatische und unbürokratische Hilfe für Menschen, die wir in dieser schwierigen Situation unterstützen wollen«, so Innenministerin Nancy Faeser weiter.

Auslöser des Kriegs im Nahen Osten war der schlimmste Angriff in der Geschichte Israels, den Terroristen der Hamas sowie anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober nahe der Grenze zum Gazastreifen verübt hatten. Auf israelischer Seite wurden in der Folge mehr als 1200 Menschen getötet und 240 Menschen in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und begann Ende Oktober mit der Bodenoffensive im Gazastreifen.

fek/czl/wow/dpa/Reuters