SPIEGEL-Umfrage Keine Panik - Deutsche bleiben nach Anschlägen gelassen

Panik und Hysterie gibt es in Deutschland auch nach den jüngsten Anschlägen nicht. 63 Prozent der Deutschen sind laut SPIEGEL-Umfrage nicht ängstlicher als zuvor. Nur die Anhänger einer Partei sorgen sich.

Bundespolizei am Flughafen in München
DPA

Bundespolizei am Flughafen in München


Eine Mehrheit der Deutschen zeigt sich nach den Attacken in München, Würzburg und Ansbach frei von Panik und Hysterie. "Hat durch die Anschläge in Deutschland bei Ihnen persönlich die Angst zugenommen, selbst einmal von einem Anschlag betroffen zu sein?", wollte der SPIEGEL in einer Umfrage von den Bürgern wissen. 63 Prozent der Befragten antworteten mit "Nein", 36 Prozent mit "Ja". (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Heft 31/2016
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Auch die Anhänger aller im Bundestag vertretenen Parteien gaben sich in der Umfrage mehrheitlich gelassen. Nur bei Anhängern der AfD wächst die Furcht: 57 Prozent von ihnen sagten, ihre Angst habe nach den Anschlägen zugenommen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den jüngsten Anschlägen in Deutschland und der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung? Diese von den Linken bis zur CSU heiß diskutierte Frage spaltet laut SPIEGEL-Umfrage auch die Bevölkerung. 47 Prozent der Befragten sehen einen solchen Zusammenhang, 49 Prozent tun dies nicht. Unter den politischen Parteien stechen auch hier die Anhänger der AfD hervor: 88 Prozent von ihnen ziehen eine Verbindung zwischen den jüngsten Anschlägen und der deutschen Flüchtlingspolitik.

Die Umfrage wurde am 26. und 27. Juli vom Meinungsforschungsinstitut TNS Forschung unter 942 Befragten durchgeführt.

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insgesamt 111 Beiträge
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Seite 1
Hagbard 29.07.2016
1.
Selbstverständlich kann man keinen Zusammenhang zwischen der (verbesserungswürdigen) Flüchtlingspolitik unserer Regierung und den Anschlägen konstruieren. Vielmehr sollte klar sein, dass Terroristen Flüchtlinge nicht brauchen, um Anschläge zu verüben. Sie können sich ihrer bedienen, müssen aber nicht.
rockwater 29.07.2016
2. Das hat nicht viel zu bedeuten.
Deutsche bleiben immer gelassen, auch wenn die Nachbarn deportiert werden oder Renten auf Nullniveau gesenkt werden.
Marillax 29.07.2016
3.
... sind laut SPIEGEL-Umfrage nicht ängstlicher als zuvor. Nur die Anhänger einer Partei sorgen sich." Ergo hat die AfD in Deutschland bereits 39% potenzielle Wähler?
spon-facebook-10000352969 29.07.2016
4. Ängstlich, sehr ängstlich, wie ängstlich ?
"Nicht ängstlicher als zuvor..." ? Nach einem representativer Umfrage, Monat Apiril/Mai war schon die Bevölkerung in der BRD sehr ängstlich, so ängtlich wie nie zuvor. Und jetzt ist sie 37% ängstlicher. Wernn ich es richtig rechne heisst das, dass jetzt (Ende Juli ) sind es 84% die Angst haben Opfer einer terroristischer Tat zu werden (im Gegensatz zu den 73 % davor )...
salomon17 29.07.2016
5. Alles relativ.
Nach wie vor ist die Gefahr, im Straßenverkehr oder durch einen Herzinfarkt ums Leben zu kommen deutlich höher. Aber dafür kann man natürlich keine Flüchtlinge verantwortlich machen.
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