Deutschland Zahl islamfeindlicher Straftaten offenbar gesunken

In den ersten drei Monaten dieses Jahres haben deutsche Behörden einem Bericht zufolge weniger Straftaten gegen Muslime und Moscheen registriert als im Vorjahreszeitraum. Es kam aber noch immer zu 132 Vorfällen.
Moschee in Duisburg Marxloh

Moschee in Duisburg Marxloh

Foto: Roland Weihrauch/ picture alliance / dpa

Die Zahl islamfeindlicher Straftaten in Deutschland ist nach einem Medienbericht in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich gesunken. Von Januar bis März 2019 registrierten die Behörden 132 Vorfälle gegen Muslime und Moscheen - deutlich weniger als noch in den ersten drei Monaten 2018. Damals wurden 196 Fälle gemeldet. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" und beruft sich dabei auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion.

Im ersten Quartal 2017 waren es demnach noch 221 islamfeindliche Straftaten gewesen. Die Bundesregierung verweist jedoch darauf, dass durch Nachmeldungen die endgültigen Zahlen noch höher liegen dürften.

Zu den Vorfällen gehörten etwa Volksverhetzung, aber auch Sachbeschädigungen, die Beschimpfung und Beleidigung von Muslimen, Hausfriedensbruch und Schmierereien. In den ersten drei Monaten dieses Jahres seien dabei vier Menschen verletzt worden, im Vorjahreszeitraum waren es demnach 17 Verletzte.

Die Zahlen islamfeindlicher Straftaten sinken schon länger. Während im Gesamtjahr 2017 noch 950 Angriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen wie Moscheen registriert wurden, waren es 2018 noch 824. In den Jahren davor wurden islamfeindliche Übergriffe nicht separat erfasst, daher gibt es keine Vergleichszahlen.

aar/dpa
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