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03. September 2015, 23:59 Uhr

Umfrage

Ostdeutsche haben mehr Angst vor Flüchtlingen

Der Mehrheit der Bürger machen die hohen Flüchtlingszahlen keine Angst. Die Ostdeutschen sehen die Zuwanderung laut einer Umfrage allerdings deutlich skeptischer als die Westdeutschen.

Menschen in Ostdeutschland haben deutlich mehr Angst vor den hohen Flüchtlingszahlen, als Menschen im Westen des Landes. In einer Umfrage für die ARD gaben 46 Prozent der Befragten aus den neuen Bundesländern an, dass ihnen die hohe Zahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge Angst macht. Im Westen waren es 36 Prozent.

Von den westdeutschen Befragten sagten 48 Prozent, dass sie Zuwanderung allgemein als eher vorteilhaft für Deutschland sehen, 29 Prozent sehen eher die Nachteile. Im Osten Deutschlands ist das Bild nahezu umgekehrt: Hier gaben 34 Prozent an, dass für sie die Vorteile überwiegen. 45 Prozent der Ostdeutschen sehen der Umfrage zufolge Zuwanderung eher als Nachteil.

Insgesamt sagten 59 Prozent aller Befragten, dass ihnen die Zahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge keine Angst mache. Im Gegensatz dazu gaben 38 Prozent genau das Gegenteil an.

87 Prozent der Bundesbürger schämen sich demnach für die gewalttätigen Proteste gegen Flüchtlinge, elf Prozent tun dies nicht. Die Hälfte der Bundesbürger ist der Umfrage zufolge der Ansicht, dass die Behörden nicht genug tun, um Ausländer und Flüchtlinge vor fremdenfeindlichen Übergriffen zu schützen. Der Auffassung, dass die Behörden genug tun, sind demnach 40 Prozent. Das Engagement von Privatleuten für Flüchtlinge begrüßten 95 Prozent der Befragten, vier Prozent lehnten dies ab.

kry/AFP

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