Linken-Fraktionschef Bartsch "Gabriel könnte morgen Kanzler sein"

Linken-Fraktionschef Bartsch sieht die Zeit für eine rot-rot-grüne Bundesregierung gekommen und ruft zum Sturz der Kanzlerin auf. Auch in strittigen Fragen könnten sich SPD, Grüne und Linke einigen.

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch (v.r.), Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Sigmar Gabriel
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Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch (v.r.), Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Sigmar Gabriel


Nach einem Gespräch von Politikern der SPD, Grünen und Linken hat Dietmar Bartsch die SPD zum gemeinsamen Sturz von Kanzlerin Angela Merkel aufgerufen. "Herr Gabriel könnte nächste Woche Kanzler sein, wenn er und die SPD wollten", sagte der Linken-Fraktionschef der "Rheinischen Post".

Für eine vorzeitige Abwahl der Kanzlerin wäre ein Misstrauensvotum notwendig. Rein rechnerisch verfügen SPD, Linke und Grüne derzeit im Bundestag über die dafür notwendige Mehrheit. Voraussetzung sei, dass sich die drei Parteien zuvor auf die Punkte verständigten, die sie bis zur Bundestagswahl im Herbst 2017 durchsetzen wollten, so Bartsch.

An dem jüngsten Treffen hatten rund 90 Abgeordnete der SPD, Linken und Grünen teilgenommen - auch der SPD-Chef war kurz vor Ort. Der Linken-Politiker gab sich optimistisch, dass eine Einigung auch bei strittigen Fragen wie den Auslandseinsätzen der Bundeswehr möglich wäre. "Nicht alles an der Agenda 2010 war schlecht", sagte Bartsch.

Umfragen zufolge hätte Rot-Rot-Grün nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr derzeit keine Mehrheit. In allen drei Parteien gibt es neben Befürwortern auch Kritiker eines solchen Bündnisses.

brk/dpa



insgesamt 136 Beiträge
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kimmberlie.67 28.10.2016
1.
Aber nur wenn sie die Gemeinheiten der CDU Mekel und der SPD Gabriel zurück nehmen. EEG,Krankenkassen Zusatzbeiträge u.s.w. Also das wird nicht passieren deshalb never
schmidthomas 28.10.2016
2. Und sie bewegt sich doch.
Bei der Linken fällt der Groschen noch immer in Zehntelpfennigen. Nein, Herr Bartsch, jetzt ist es zu spät für den Regierungswechsel. Da hätten Sie und Ihre Genossen sich schon vor einigen Jahren bewegen müssen. Jetzt ist die Protestklientel bei der AfD und die Aussichten für eine Regierungsbeteiligung nach der BTW sind grottenschlecht. So etwas nennt man verzockt. " An der Agenda 2010 war nicht alles schlecht." So, so, für diese simple Erkenntnis hat die Linke mehr als ein Jahrzehnt benötigt. Wie lange werdet ihr wohl benötigen bis ihr bemerkt, dass ihr mit eurer Flüchtlingspolitik danebenliegt und Frau Wagenknecht zumindest auf der richtigen Spur ist? Ein weiteres Jahrzehnt?
syt 28.10.2016
3. OHA,Sigmar
als Kanzler ? Gehts noch ? Ich dachte ,er wollte wieder ein Lehrer sein !
vonschnitzler 28.10.2016
4. So blöd ist nicht mal die SPD
Denn das Ergebnis wäre: Misstrauensvorum scheitert, SPD landet nächstes Jahr bei der BT bei < 20%. Angela Merkel würde aus dem Lachen nicht mehr herausrauskommen...
lofotenmann 28.10.2016
5.
Oooh Dietmar, solche Scherze macht man nicht am frühen Morgen, auch nicht online. Wenn es eine Alternative zum derzeitigen regierenden Schlingerkurs geben soll, dann muß nicht nur Frau Merkel weg, sondern Herr Gabriel ebenso.
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