Woidke über Kalbitz-Enthüllungen "Tief im braunen Sumpf"

Wahlkampf-Abschluss in Brandenburg: Ministerpräsident und SPD-Spitzenkandidat Dietmar Woidke nahm dabei auch Bezug auf die jüngsten SPIEGEL-Enthüllungen über Andreas Kalbitz. Der AfD-Mann sei immer ein Rechtsextremist gewesen.

Dietmar Woidke äußerte sich zu den SPIEGEL-Enthüllungen über AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz
Christoph Soeder/DPA

Dietmar Woidke äußerte sich zu den SPIEGEL-Enthüllungen über AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz


Vor den Landtagswahlen in Brandenburg hat sich Ministerpräsident und SPD-Spitzenkandidat Dietmar Woidke zu den SPIEGEL-Enthüllungen über den AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz geäußert. "Er war immer ein Rechtsextremist und steckt tief im braunen Sumpf", sagte Woidke zum Abschluss des Wahlkampfs der brandenburgischen SPD in Oranienburg.

Das Land habe es nicht verdient, einen Stempel des Extremismus aufgedrückt zu bekommen, sagte er. Zuvor hatte Kalbitz einen SPIEGEL-Bericht über seine Teilnahme an einer rechtsextremen Demonstration in Athen im Jahr 2007 bestätigt. Kalbitz hatte sich damals zusammen mit 13 deutschen Rechtsextremisten in einem Athener Hotel einquartiert.

In einem Bericht, der dem SPIEGEL vorliegt, ist die Rede von "14 deutschen Neonazis", die für einen Marsch der griechischen "Patriotischen Allianz" angereist waren, einem rechtsextremen Bündnis um die Partei "Goldene Morgenröte". Auch Führungsleute der NPD und des Parteinachwuchses werden gelistet.

In dem Bericht der Botschaft heißt es darüber hinaus, dass die Gruppe einen Polizeieinsatz ausgelöst hatte, weil sie auf dem Balkon ihres Hotels eine Hakenkreuzflagge aufgehängt hatte. Lesen Sie hier die ganze Geschichte.

Vor den Wahlen an diesem Sonntag liegen die SPD und die AfD fast gleichauf. Im ZDF-Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen liegen die Sozialdemokraten bei 22 Prozent, die AfD bei 21.

hba/dpa



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