Position zu Donald Trump Merz stärkt Kramp-Karrenbauer den Rücken

In die Diskussion darüber, ob Donald Trump in einem Atemzug mit Autokraten genannt werden kann, hat sich nun auch Friedrich Merz eingemischt. Der CDU-Politiker vertritt die Position seiner Parteichefin.

Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer: "Amerika ist und bleibt der wichtigste Verbündete Deutschlands"
DPA

Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer: "Amerika ist und bleibt der wichtigste Verbündete Deutschlands"


US-Präsident Donald Trump in eine Reihe zu stellen mit Autokraten wie Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan , das sei nicht hinnehmbar - so urteilte vor wenigen Tagen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Ihr ehemaliger Rivale Friedrich Merz hat ihr in der Causa nun den Rücken gestärkt. "Amerika ist und bleibt der wichtigste Verbündete Deutschlands und Europas - unabhängig davon, wer gerade regiert", sagte Merz den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft.

Weiter sagte der scheidende Vorsitzende des Vereins Atlantik-Brücke zur Pflege der deutsch-amerikanischen Beziehungen: "Äquidistanz zu Russland und den USA ist keine Option für Deutschland." Äquidistanz bedeutet gleicher Abstand - in diesem politischen Kontext also, keinem Akteur näher zu stehen als dem anderen.

Kramp-Karrenbauer hatte die politische Nähe zu den Vereinigten Staaten betont und eine "Äquidistanz" zu Trump und dem russischen Staatschef Putin ausgeschlossen. Dem widersprach kurz darauf EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU): Es gebe zwar viele Unterschiede bei der Bewertung der Regierungen in Moskau, Ankara und Washington, sagte er in Brüssel. Gleichzeitig gebe es aber doch ein paar Gemeinsamkeiten. "Die Europäische Union wird von allen dreien nicht wirklich gemocht", sagte Oettinger mit Blick auf Erdogan, Putin und Trump.

Die CDU-Chefin schlug mit ihrer Bewertung eine andere Tonlage an als Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich in ihrer Rede an der US-Eliteuniversität Harvard kürzlich klar von Trump abgegrenzt hatte.

Im Video: Die Rede der Kanzlerin in Harvard

CJ GUNTHER/EPA-EFE/REX

vks/dpa



insgesamt 25 Beiträge
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juba39 14.06.2019
1. Nur mal vostellen!
AKK als CDU-Chefin und Merz als Kanzler. (Ex-Vorsitzender der Atlantikbrücke und Aufsichtsrat der größten Fondgesellschaft der Welt - US-geführt natürlich - beste Referenz) Da können wir doch schon den nächsten Stern an die US-Flagge heften. Deutschland als neuesten(51.) Bundesstaat. Übrigens kennzeichnet Wikipedia diese als "teilsouverän". In diese Kategorie würde Deutschland ja schon jetzt fallen.
ddcoe 14.06.2019
2. OK, also ansteckend?
Der Verlust zur Realität scheint also in der CDU ansteckend zu sein. Nach Klein Annegret hat es jetzt auch Merz erwischt - womit sich dann Beide als Kanzlerkandidat erledigt haben. Sind schon Mal zwei Nieten aus dem Hut Geschichte. Wir dürfen gespannt sein, wen die CDU nach den Wahlen in den neuen Ländern dann als ultimativen Heilsbringer aus dem Hut zieht.
haarer.15 14.06.2019
3. Na bitte ...
Die beiden haben sich da sicher abgesprochen. Liegen aber trotzdem nicht richtig und verkennen die Realität. Diese hündische Unterrwürfigkeit gegenüber Amerika finde ich inakzeptabel. Schon Frau Merkel hat hier etliche Defizite erkennen lassen. Aber wieder ein Hinweis mehr, dass weder AKK noch Merz das nötige Format haben, um Kanzler zu werden. Liebe Union, sucht euch dringend einen anderen profilierteren Kandidaten.
amsee 14.06.2019
4. Geschwurbel Artikel
Kein Wunder dass diese Kurze bewertung nicht signiert ist. Uninteressant.
ratingia1275 14.06.2019
5.
Beide unwählbar....nach sozialen, wirtschaftlichen und Vernunftsgründen...Goodbye CDU!
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