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13. Mai 2019, 19:10 Uhr

Flughafen Dortmund

Transporter rammt Flieger der Kanzlerin

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Die Pannenserie rund um die Regierungsflieger geht weiter. In Dortmund rammte jetzt ein Transporter den Jet von Angela Merkel. Schuld trägt offenbar ein aufgeregter Fan der Kanzlerin.

Die Flugbereitschaft der Bundesregierung kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen. Seit Montagmittag steht ein weiterer Jet aus der Weißen Flotte vorerst nicht mehr zur Verfügung. Nach Angaben der Luftwaffe hatte ein Transporter der Flughafengesellschaft Dortmund den Jet von Kanzlerin Angela Merkel gerammt und dabei beschädigt.

Die ersten Ermittlungsdetails lesen sich kurios: Demnach war eine Angestellte des Flughafens gegen Mittag mit einem roten Transporter auf dem Rollfeld unterwegs. Als sie den weißen Jet der Kanzlerin mit der Aufschrift "Bundesrepublik Deutschland" sah, soll sie für ein Handyfoto aus dem Fahrzeug gesprungen sein.

Die Begeisterung für die Kanzlerin hatte ernste Folgen. Da die Angestellte die Handbremse des Renault nicht angezogen hatte, rollte dieser langsam nach vorne und rammte die Nase der weißen "Global5000" mit der Merkel aus Berlin gekommen war. Dabei zersprang die Scheibe des Busses, die Nase des Jets wurde beschädigt.

Für Merkel, die von dem Vorfall offenbar nichts mitbekam, bedeutete die Panne vor allem eine lange Rückreise. Statt nach ihren Terminen in Wuppertal in 45 Minuten mit der "Global" nach Berlin zurückzufliegen, musste sie den Hubschrauber für die ganze Strecke nehmen. Techniker sollen nun feststellten, wie stark der Jet beschädigt ist.

Teile der Flotte außer Gefecht

Die Luftwaffe hat mittlerweile ein echtes Problem wegen der Pannen. So steht derzeit keiner der vier "Global"-Jets mehr zur Verfügung, auch einer der großen A340-Flieger ist seit Wochen in einer Wartung. Folglich wird es für die Planer immer schwieriger, die Termine von Kanzlerin und ihren Ministern zu planen, immer häufiger muss Linie gebucht werden.

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Probleme mit den Flugzeugen der Flugbereitschaft gegeben: Im April platzte bei der Landung in New York ein Reifen der "Konrad Adenauer", im Februar hatte Maas wegen eines Hydraulikdefekts am Fahrwerk seines Flugzeugs vorübergehend im westafrikanischen Mali festgesessen.

Noch dramatischer entwickelten sich die technischen Probleme bei einer "Global5000" Mitte April. Als Bundeswehr-Piloten den Jet von einer Wartung in Berlin-Schönefeld abgeholt hatten, verloren sie kurz nach dem Start die Kontrolle über den Flieger und mussten notlanden. Dabei verfehlten sie die Landebahn, schlitterten über den Rasen. Der Jet wurde schwer beschädigt.

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