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Körperverletzung bei Handgemenge Freiburger Landgericht verhängt Bewährungsstrafe gegen früheren AfD-Politiker

Es ging um Beleidigung und eine Attacke mit Tierabwehrspray: Das Freiburger Landgericht hat den ehemaligen AfD-Politiker Dubravko Mandic zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
Dubravko Mandic

Dubravko Mandic

Foto: Rolf Vennenbernd / picture alliance / dpa

Ein Handgemenge hat juristische Folgen für den ehemaligen AfD-Politiker Dubravko Mandic: Das Landgericht Freiburg hat ihn wegen Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts beleidigte Mandic vor drei Jahren einen Mann und verletzte ihn mit Tierabwehrspray.

Das Opfer war demnach zufällig in ein Handgemenge zwischen Mandic und zwei jungen Männern geraten, von denen Mandic glaubte, sie wollten AfD-Wahlplakate zerstören. Der Jurist wurde vom Gericht außerdem dazu verurteilt, 3000 Euro an die Freiburger Kinderkrebsklinik zu spenden.

Mandic war in der vergangenen Woche aus dem Freiburger Gemeinderat ausgeschieden. Zuvor hatte er dem Gremium als Parteiloser angehört. Seinen Austritt aus der AfD hatte er im vergangenen Jahr erklärt.

Anfang Januar 2020 hatte Mandic Empörung ausgelöst, als er bei einer Kundgebung in Baden-Baden den Mitarbeitern des Südwestrundfunk (SWR) drohte, man werde sie »aus ihren Redaktions­stuben vertreiben«. Das sei »erst der Anfang des Sturms«, rief er in ein Mikrofon (lesen Sie hier mehr). Anlass für die Protestdemonstration war die »Umweltsau«-Satire des WDR. Mandic entschuldige sich anschließend bei dem Sender.

als/AFP