Eichel-Nachfolge Matthäus-Maier will nicht


Berlin - Ingrid Matthäus-Maier, Vorstandsmitglied der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), hat in einem Gespräch mit der "Berliner Zeitung" gesagt, sie wolle nicht in die aktive Politik zurückkehren. Nach Informationen des SPIEGEL ist sie als Nachfolgerin für Bundesfinanzministerin Hans Eichel im Gespräch.

"Ich werde auf keinen Fall in die aktive Politik zurückkehren", sagte Matthäus-Maier der Zeitung. Sie sei gerade erst für weitere fünf Jahre von der Bank als Vorstandsmitglied bestätigt worden. Wie die SPD-Führungsspitze wisse, tue sie ihre Arbeit in der Bank sehr gern und werde dies auch weiterhin tun.

Matthäus-Maier wurde auch als Kandidatin für die Nachfolge von Bundesbank-Präsident Ernst Welteke gehandelt, der wegen eines zunächst von der Dresdner Bank bezahlten Hotelaufenthalts in Berlin an Silvester 2001 unter großem Druck steht und sein Amt bis zum Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen ihn ruhen lässt.

Auch die Bundesregierung hatte bereits zuvor den Bericht zurückgewiesen, wonach Kanzler Gerhard Schröder seinen Finanzminister Eichel entlassen will. Matthäus-Maier war nach ihrem Übertritt von der FDP in die SPD jahrelang Fraktionsvize der Sozialdemokraten.



© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.