Ein Jahr im Amt Bundespräsident Gauck bekundet Mitleid für Wulff

Bundespräsident Gauck hat Mitgefühl mit seinem Vorgänger Wulff geäußert. Das Schicksal des Paares bewege ihn, sagte Gauck der "Bild"-Zeitung. Als Resümee seines ersten Amtsjahres sprach er ein Lob an die Deutschen aus: Das Land könne sich auf seine Bürger verlassen.

Joachim Gauck: "Das Schicksal bewegt mich"
dapd

Joachim Gauck: "Das Schicksal bewegt mich"


Berlin - Auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass Joachim Gauck ins Amt des Bundespräsidenten gewählt wurde. Im Zusammenhang mit dem Rücktritt seines Vorgängers zeigte er nun Mitleid mit Christian Wulff und dessen Frau Bettina. Gauck sagte der "Bild"-Zeitung: "Zunächst einmal gehört ein ganz genaues Überprüfen und Hinterfragen von Politikern zu unserer politischen Kultur. Trotzdem bewegt mich das Schicksal von Christian Wulff und seiner Frau."

Er habe "damals das junge Paar hier ins Schloss Bellevue einziehen sehen mit all ihren Hoffnungen, was sie vielleicht politisch bewegen könnten. Wenn ich dann heute sehe, was aus diesen Hoffnungen geworden ist, dann tut mir das menschlich leid", so Gauck.

Sein Bild von Deutschland und den Deutschen habe sich während seiner Amtszeit weiter verbessert. "Das liegt an den vielen Menschen, die ich treffen durfte und die in Vereinen und Initiativen dieses Land am Laufen halten. Sie bilden das Rückgrat dieser Gesellschaft. Deutschland kann sich auf seine Bürger verlassen." Gerade Menschen, die in sozialen Brennpunkten leben, zeigten oft Engagement. "Sie sind nicht selten optimistischer und zupackender, als man das zunächst vermutet."

Ausdrücklich lobte Gauck die Agenda 2010, die von der damaligen rot-grünen Regierung vor zehn Jahren umgesetzt wurde. "Ich denke schon, dass die Balance von Fördern und Fordern in der Sozialpolitik sehr wichtig ist. Ich meine, dass Gerhard Schröder sich mit diesem Ansatz der Agenda 2010 bleibende Verdienste erworben hat." Eine Unterforderung von Menschen sei nicht besonders menschlich. "Wir tun uns nichts Gutes, wenn wir zu wenig von uns verlangen. Wir werden nicht als Opfer geboren, wir werden zum Opfer gemacht."

Gauck war am 18. März 2012 zum Nachfolger Wulffs gewählt worden, der nach nur 20 Monaten im Amt zurücktreten musste. Die seit gut einem Jahr laufenden Ermittlungen gegen Wulff wegen Vorteilsannahme sollen nach Informationen des SPIEGEL gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt werden.

ler/dpa



insgesamt 98 Beiträge
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unixv 18.03.2013
1. Ich, bekundet Mitleid für den deutschen Steuerzahler!
und alle Arbeiter/Angestellten und Rentner die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können! Danke deutsche Politiker, ihr macht das schon .... für euch!
dunkelmerkel 18.03.2013
2. Ohweh
Mir tut Herr Wulff ehrlich gesagt auch leid. Ist nun halt nicht das Glamour-Leben geworden, das er und seine Ex sich erhofft hatten. Das dürfte dann auch der Grund gewesen sein, warum sich seine Frau von ihm trennte. In guten und in besseren Zeiten...oder so ähnlich. Naja...haben wir Mitleid mit Herrn Wulff, der jetzt feststellen muss, das Bestechung im Amt eine Straftat ist. Sagt einem ja auch keiner. Dabei waren alle immer so nett zu ihm...haben seine Rechnungen bezahlt und ihm Geld zu Weihnachten geschickt....und das sollte alles böse sein? War wohl alles einfach ein Missverständnis. Ich hoffe für Herrn Wulff, dass er wieder auf die Beine kommt auch wenn er es momentan schwer hat mit seinen 200000 im Jahr und einem Büro mit Sekretärin aber ich denke, er wird es schaffen. Kopf hoch Herr Wulff....und immer die Taschen offen halten!
luxus64 18.03.2013
3. Ja Herr Gauck
mir tuen die Wulffs nicht Leid denn immerhin bekommt der Wulff ca 300tausend Euro im Jahr die die Steuerzahler aufbringen müssen und ein Kostenloses Auto mit Fahrer ja auch und eine Sekretärin auch noch. Warum sollen uns die Lügner Leid tuen? Die 50tausen die Wulff zahlen muss an die Staatsanwaltschaft zahlt auch der Steuerzahler. Gaucks Äußerung ist eine Lachnummer.
fuenfringe 18.03.2013
4. Übersetzt
Zitat von sysopdapdBundespräsident Gauck hat Mitgefühl mit seinem Vorgänger Wulff geäußert. Das Schicksal des Paares bewege ihn, sagte Gauck der "Bild"-Zeitung. Als Resümee seines ersten Amtsjahres sprach er ein Lob an die Deutschen aus: Das Land könne sich auf seine Bürger verlassen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ein-jahr-im-amt-bundespraesident-gauck-bekundet-mitleid-fuer-wulff-a-889411.html
heißt das ja wohl: wir sind so blöd und lassen uns alles bieten. Danke für die klaren Worte, Herr Präsident.
curti 18.03.2013
5. Nach den Banken der.....
Zitat von sysopdapdBundespräsident Gauck hat Mitgefühl mit seinem Vorgänger Wulff geäußert. Das Schicksal des Paares bewege ihn, sagte Gauck der "Bild"-Zeitung. Als Resümee seines ersten Amtsjahres sprach er ein Lob an die Deutschen aus: Das Land könne sich auf seine Bürger verlassen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ein-jahr-im-amt-bundespraesident-gauck-bekundet-mitleid-fuer-wulff-a-889411.html
....als EInzelperson wohl größte Sozialfall Deutschlands. EIn Jahr in einem Amt, das sinnentleert eingerichtet worden ist um Adenauer saturiert abschieben zu können und in welchen Jahr für Jahr Millionen verpuffen. Im Fall Gauck, den mit viel Vorschußloorbeeren einbalsamierten "Feiheits- und Moralapostel", von dem im medialen mainstream ach so viel an klaren und deutlichen statements erwartet wurde, hat sich gezeigt das Schein für ihn auch in dieser Funktion mehr als Sein ist. Als BuPrä kann er sich diese Einstellung so richtig zur Geltung kommen lassen, in der Welt mit gönnerhaftem Habitus umherjetten oder hierzulande hohle Sprüche ablassen. Bezeichnend für ihn auch das aktuelle Lob für Agenda bzw. die VerknüpfungVerknüpfung, wonach keiner zum Opfer geboren ist. Auf sowas kann nur ein eindimensionaler Pfaffe kommen!
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