Einsatz am Hindukusch Struck sieht Bundeswehr noch zehn Jahre in Afghanistan

Mehr als sieben Jahre sind deutsche Soldaten bereits in Afghanistan, weitere zehn könnten es nach Einschätzung von SPD-Fraktionschef Peter Struck noch werden. Man dürfe sich keine Illusionen über die Situation am Hindukusch machen, sagte der ehemalige Verteidigungsminister.


Berlin - Die Bundeswehr muss sich nach Überzeugung von SPD-Fraktionschef Peter Struck noch auf zehn weitere Jahre in Afghanistan einstellen: "Wir können das Land erst dann verlassen, wenn es in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen", sagte er der "Berliner Zeitung".

Das könne noch zehn Jahre dauern. "Es wäre schön, wenn es weniger wären, aber wir dürfen uns keine Illusionen machen", sagte Struck. Der frühere Verteidigungsminister bekräftigte seine legendäre Aussage, dass Deutschland auch am Hindukusch verteidigt werde: "Das gilt bis heute", erklärte der SPD-Politiker, der nach der Bundestagswahl aus der Politik ausscheidet.

In Afghanistan wird in knapp drei Wochen ein neuer Präsident gewählt - die Sicherheitslage hatte sich in den vergangenen Monaten verschärft. Am Dienstag wurde die Hauptstadt Kabul mit mehreren Raketen beschossen.

anr/AP/ddp



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