Neu-CDU-Politikerin Twesten wollte Landesfrauenbeauftragte in Bremen werden

"Die Aufgabe hätte sehr gut zu mir gepasst": Elke Twesten wollte vor ihrem Wechsel zur CDU ein neues Amt in Bremen - doch daraus wurde nichts. Ob das ausschlaggebend für ihre Entscheidung war, will sie nicht sagen.

Elke Twesten
TRUEBA/EPA/REX/Shutterstock

Elke Twesten


Elke Twesten hatte einen Plan: Die niedersächsische Landtagsabgeordnete wollte vor ihrem spektakulären Wechsel von den Grünen zur CDU Landesfrauenbeauftragte in Bremen werden. Aber dieser Plan ging nicht auf, Twesten bekam den Job nicht.

"Die Aufgabe hätte sehr gut zu mir gepasst", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Auf die Frage, ob eine Zusage für den Job einen Wechsel zur CDU verhindert hätte, antwortete die nun konservative Politikerin: "Das ist rein spekulativ."

Einem Bericht des "Weser-Kuriers" zufolge war Twesten Ende April zu einer Vorstellungsrunde von zehn Bewerberinnen in Bremen eingeladen gewesen. Die Findungskommission unter Leitung von Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) sprach sich am Ende für die parteilose Bettina Wilhelm aus, die in den vergangenen acht Jahren Erste Bürgermeisterin von Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg war. Details zum Verfahren wollte ein Sprecher des Sozialressorts nicht nennen.

"Es war klar, dass ich mir Gedanken um meine eigene berufliche Zukunft machen muss", begründete Twesten ihre Bewerbung. Die Grünen wollten die Abgeordnete bei der ursprünglich für Januar geplanten Landtagswahl nicht mehr aufstellen. Twestens Parteiwechsel kostete der rot-grünen Landesregierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ihre Ein-Stimmen-Mehrheit im Landtag. Für den 15. Oktober sind Neuwahlen angesetzt.

dop/dpa

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