Europawahl Umfrage sieht AfD bei sieben Prozent

Die populistische Alternative für Deutschland hat offenbar gute Chancen, ins Europaparlament einzuziehen. Laut einer Emnid-Umfrage kommt die Partei derzeit auf sieben Prozent. Schlecht sieht es dagegen für die FDP aus.
Hans-Olaf Henkel (l.) und Bernd Lucke: Die AfD kürte Lucke zum Spitzenkandidaten, auch Ex-Industriepräsident Henkel wird herausragende Rolle spielen

Hans-Olaf Henkel (l.) und Bernd Lucke: Die AfD kürte Lucke zum Spitzenkandidaten, auch Ex-Industriepräsident Henkel wird herausragende Rolle spielen

Foto: RALPH ORLOWSKI/ REUTERS

Hamburg - Für die eurokritische Partei Alternative für Deutschland (AfD) zeichnen sich gute Chancen bei der Europawahl am 25. Mai ab. Nach der ersten Umfrage zum Wahlverhalten der Bundesbürger zu den Europawahlen würden sich sieben Prozent der Wähler für die AfD entscheiden. Im September hatte die AfD den Einzug in den Bundestag mit 4,7 Prozent der Stimmen nur knapp verpasst.

Die FDP müsste dagegen mit drei Prozent um den Einzug in das Europaparlament zittern. Für diese Wahl gilt eine Dreiprozenthürde. Die Regierungsparteien schneiden mit 42 Prozent für die Union und 26 Prozent für die SPD in der Umfrage ähnlich ab wie bei der Bundestagswahl. Die Grünen kommen auf zehn Prozent, die Linke auf acht Prozent.

Am Samstag hatte die AfD auf ihrem Parteitag im bayerischen Aschaffenburg entschieden, mit Parteichef Bernd Lucke und Ex-Industriepräsident Hans-Olaf Henkel an der Spitze in den Europawahlkampf zu ziehen. Dabei ersetzen inhaltlich nun klassische konservative Themen die Euro-Kritik: die Haltung zu Familie, Fragen zur Zuwanderung und Patriotismus. "Mut zu Deutschland" heißt der Slogan, mit dem die Partei in den Europawahlkampf zieht.

Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hatte am 23. Januar 2014 im Auftrag der "Bild am Sonntag" 865 Personen befragt.

hei/Reuters
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