Emnid-Umfrage Steinbrück holt im Kanzlerduell auf

Der Abstand zur Union und zu Angela Merkel schrumpft: Bei der Kanzlerfrage hat SPD-Kandidat Peer Steinbrück aufgeholt - 35 Prozent der Deutschen wollen ihn als Regierungschef. Auch die SPD befindet sich im Aufwind.
SPD-Kandidat Steinbück: Bisher beste Werte in Kanzlerfrage

SPD-Kandidat Steinbück: Bisher beste Werte in Kanzlerfrage

Foto: AP/dpa

Berlin - Genau 14 Tage sind es noch bis zur Bundestagswahl, für die Parteien zählt jedes Plus in der Wählergunst. SPD und ihr Kanzlerkandidat Peer Steinbrück können sich über genau das freuen: Nach der neuen Umfrage im "Sonntagstrend" des Instituts Emnid für "Bild am Sonntag" sind die Sozialdemokraten leicht im Aufwind und gewinnen zwei Punkte auf 25 Prozent.

Steinbrück selbst legt in der Kanzlerfrage um sieben Punkte zu - mit 35 Prozent erreicht er damit seinen bisher besten Wert. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) führt aber weiterhin mit 50 Prozent (minus 2).

In der Wählergunst kommt die Union jetzt laut Emnid auf 40 Prozent (plus 1), die FDP auf 5 Prozent (minus 1). Die Grünen verharren bei 11 Prozent, die Linkspartei kommt auf 9 Prozent (minus 1). Damit liegen beide politischen Lager - Schwarz-Gelb auf der einen Seite, SPD, Grüne und Linke auf der anderen - zusammen bei je 45 Prozent. Keine Aussicht auf den Einzug in den Bundestag haben laut Umfrage mit jeweils 3 Prozent die Piratenpartei und die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD).

Merkel hält nach eigenen Worten ungeachtet der guten Umfragewerte eine Niederlage bei der Bundestagswahl weiter für möglich: "Wer glaubt, dass ich sowieso irgendwie Kanzlerin bleibe, dem kann es passieren, dass er am Morgen nach der Wahl mit einer rot-rot-grünen Regierung aufwacht. Am Ende kommt es auf jede Stimme an. Denn es wird knapp werden am 22. September", bekräftigte sie ihre wiederholt geäußerte Einschätzung. Den Beteuerungen von SPD und Grünen gegen ein Bündnis mit der Linken schenke sie wenig Glauben.

Trotz des Wahlkampfs habe ihr Verhältnis zu SPD-Herausforderer Steinbrück nicht gelitten - es sei "nach wie vor gut". Merkel betonte: "Wir haben in der großen Koalition gut zusammengearbeitet."

cib/dpa
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