Endspurt Schröder immer beliebter

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat nach dem TV-Duell mit Unionskandidatin Angela Merkel erheblich an Beliebtheit gewonnen. In der monatlichen Umfrage von TNS Infratest für den SPIEGEL erzielte Schröder mit elf Prozentpunkten den stärksten Zuwachs aller Politiker.

Hamburg - 60 Prozent der Befragten wollen laut TNS Infratest , dass Schröder künftig eine wichtige Rolle in der deutschen Politik spielt. Auch Vizekanzler Joschka Fischer legte zu (plus sechs Punkte) und erreichte jetzt 65 Punkte auf der Popularitätsskala. Damit sind Schröder und Fischer die beliebtesten Wahlkämpfer, dicht gefolgt von Merkel, die auf 59 Prozent kam - einen Punkt weniger als im Vormonat. Für die Ehebung wurden 1000 Wahlberechtigte befragt.

Der Trend wird von einer Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin "Focus" bestätigt, der zufolge die Umfragewerte für die Unionsparteien immer weiter sinken: CDU/CSU kommen nur noch auf 40,5 Prozent und verlieren damit zwei Prozentpunkte. Die SPD verbessert sich dagegen um zwei Prozentpunkte und erreicht 34,5 Prozent. Weiterhin drittstärkste Kraft, wenn auch mit Verlusten von zwei Prozentpunkten, bleibt die Linkspartei mit acht Prozent, vor Grünen und FDP mit unverändert jeweils sieben Prozent. Bei diesem Ergebnis würde Schwarz-Gelb mit 47,5 Prozent die Mehrheit klar verfehlen.

SPD, Grüne und Linkspartei kämen zusammen auf 49,5 Prozent. Nach dem TV-Duell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel hatte Emnid von Montag bis Donnerstag 4.018 Wahlberechtigte befragt.

Bei der letzten Emnid-Umfrage vor dem TV-Duell war die Union noch auf 42 Prozent gekommen. Für die SPD hatten 31 Prozent gestimmt. FDP und Grüne kamen in der am 1. September veröffentlichten Umfrage wie in der aktuellen Erhebung auf je sieben Prozent. Für die Linkspartei hatten sich 10 Prozent ausgesprochen.